Jede Menge Smart-Rückrufe

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Rehberg

Vier Smart-Aktionen sind beim KBA aktenkundig. Probleme gibt es mit dem Kneebag, dem Getriebesteuergerät, dem Wählhebelmodul und den Schrauben am Lenkgetriebe.

Der Smart Forfour setzt auf Heckantrieb.
Der Smart Forfour setzt auf Heckantrieb.
(Foto: Ampnet/Daimler)

Verschiedene Rückrufaktionen treiben derzeit die Smart-Partner und deren Kunden um. Informationen vom Hersteller gibt es bislang nur zu einem kleinen Smart-Rückruf, der in Deutschland drei im Februar dieses Jahres produzierte Forfour umfasst. Bei ihnen muss das Fahrer-Kneebagmodul ausgetauscht werden. Zur Größenordnung der anderen Smart-Aktionen hielt sich die Daimler-Pressestelle bislang bedeckt.

Vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden zuletzt für den Fortwo Probleme mit dem Getriebesteuergerät, dem Wählhebelmodul und den Schrauben am Lenkgetriebe gemeldet. Letztere Aktion dürfte größer sein als die oben genannte, betrifft sie doch zwischen Januar und August 2014 gebaute Modelle der Vorgängergeneration (451).

Vor allem bei wiederholten Vibrationen können die Befestigungsschrauben am vorderen Querträger brechen, was laut Kundenanschreiben zu Geräuschentwicklung, geneigter Lenkradstellung, sporadischer Aktivierung der ESP-Warnleuchte aber letztlich auch zu „beeinträchtigten Fahreigenschaften“ führen könnte. Für den Tausch der Schrauben sind 90 Minuten angesetzt.

Die anderen beiden Rückrufe betreffen die aktuelle Smart-Baureihe (453). Hier kann bei Modellen der Baujahre 2014 und 2015 der nicht korrekte Einbau einer Betätigungssperre im Wählhebelmodul zum unerwünschten Rollen des Fahrzeugs führen. Und auch ein Softwarefehler im Getriebesteuergerät kann das Fahrzeug laut KBA „in bestimmten Betriebszuständen“ ungewollt in Bewegung setzen.

Details zur Abhilfemaßnahme bei den beiden Aktionen gab es nicht. Der Smart-Bruder Twingo ist nach Angaben von Renault nicht betroffen.

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