Automarder Jeder Biss kostet im Schnitt 550 Euro

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Mit dem Frühjahr startet auch die Mardersaison. Mit ihren täglich bis 1.100 Bissen richteten die Tiere 2023 einen Schaden von 130 Millionen Euro an. Besonders gefährdet sind Autofahrer, die öfter woanders parken.

Mit dem Frühjahr startet die Beißsaison für Marder: Auf Duftmarken fremder Artgenossen in ihren Revieren reagieren sie besonders agressiv. Gefährdet sind die Kabel in Motorinnenräumen, wohin sich die Tiere nachts zurückziehen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Mit dem Frühjahr startet die Beißsaison für Marder: Auf Duftmarken fremder Artgenossen in ihren Revieren reagieren sie besonders agressiv. Gefährdet sind die Kabel in Motorinnenräumen, wohin sich die Tiere nachts zurückziehen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wenn die Temperaturen steigen und der Winter zu Ende geht, steigt auch die Gefahr der Marderbisse. Das Frühjahr gilt als Hochsaison für die Tiere. Mit bis zu 1.100 Bissen täglich schlagen die Aktivitäten der pelzigen Raubtiere in der Schadensbilanz der Versicherer zu buche.

Nach Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beißen Marder zwischen April und Juni deutlich häufiger in Kabel und Schläuche als im Rest des Jahres. „Wird eine zerbissene Leitung zu spät bemerkt, kann das gefährliche Ausfälle der Fahrzeugtechnik verursachen“, warnt die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.

Für E-Autos sind Bisse besonders fatal

Für Elektroautos sind die Bisse besonders fatal, da bei defekten Hochvoltkabeln oft der gesamte Kabelsatz ausgetauscht werden muss. Der Grund für die besondere Bissfreudigkeit der Tiere sind die Duftmarken fremder Artgenossen, die sie in den warmen Motorräumen hinterlassen. Dorthin ziehen sich die Tiere oft zurück. Parkt ein Autofahrer sein Fahrzeug öfter an verschiedenen Stellen, bringt er es damit in fremde Marderreviere.

Folgende Maßnahmen helfen laut GDV, das Fahrzeug vor Marderbissen zu schützen:

  • regelmäßige Blicke unter die Motorhaube, um Spuren frühzeitig zu entdecken. Mit speziellen Sprays lassen sich die Duftmarken zwar neutralisieren, besser ist aber eine professionelle Reinigung des Motorraums.
  • Marder gelangen meist durch die Fahrzeugunterseite in den Motorraum. Mit engmaschigem Draht bespannte Rahmen unter dem Motor kann die Tiere abhalten. Reicht dies nicht aus, schützen zusätzliche Kabelummantelungen vor Bissschäden.
  • Abschreckend wirken kleine Metallplättchen, die an den Einstiegsorten Stromschläge abgeben, ohne die Tiere zu verletzen. Ähnlich unangenehm sind (für den Menschen nicht hörbare) Ultraschallwellen.

Marderbisse kosten 130 Millionen Euro

Laut GDV haben Marder m Jahr 2023 Schäden an rund 235.000 kaskoversicherten Pkw verursacht und damit Kosten von insgesamt rund 130 Millionen Euro, die Kfz-Versicherer zahlen mussten. Im Durchschnitt kostete jede Beißattacke fast 550 Euro.

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