Jeep Wrangler JL: Volumenverdopplung angesetzt

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Nach dem Einstieg – über Türen, die im Gegensatz zum Vorgänger fast von alleine zuschwingen – beeindruckt der neu gestaltete Innenraum. Die extrem steile Stellung des Armaturenbords wirkt durch die in Wagenfarbe gehaltene Hauptblende (Rubicon-Linie) nicht mehr so beengend. Diverse Chromrahmen und -ringe sorgen für eine edle Anmutung. Eine sofort einleuchtende Schaltergruppierung macht Lust auf die Entdeckung der einzelnen Bedienelemente. Die drei Medien-Anschlüsse in zentraler Position sind mit einer Klappe abgedeckt.

Das Hauptdisplay mit 21 Zentimetern Bildschirmdiagonale und der neuesten Infotainment-Generation liefert neben hoher Auflösung und guter Performance auch neue Daten-Ansichten mit digitalen Zusatzinstrumenten oder auch Echtzeit-Animationen zur Neigung des Fahrzeugs um die Längs- und Querachse. Alle Modellversionen kommen serienmäßig mit einer Rückfahrkamera.

Jeep Wrangler JL: Kann auch Onroad
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Gestartet wird der neue Wrangler mit Druck auf einen spritzwassergeschützten Startknopf. Testen konnten die Motorjournalisten auf schwer befahrbaren Waldwegen allerdings nur den neuen Selbstzünder, den 2,2-Liter-Multijet-Turbodiesel-Vierzylinder mit 200 PS. Der neue 2-Liter-Benziner (270 PS) wird erst ab dem ersten Quartal nächsten Jahres in Deutschland verfügbar sein.

Wie der blau verschlossene zweite Einfüllstutzen unter der Tankklappe bereits andeutet, kommt der Diesel mit SCR-Kat und Adblue-Einspritzung – anders wäre die Euro-6d-Norm, die das Modell einhalten soll, wohl auch nicht zu schaffen.

Übertragen wird die Motorkraft jetzt in allen Versionen von der ZF-Achtgang-Wandlerautomatik mit Start-Stopp-Funktion. Mit dem schick gestalteten Hebel zum Verteilergetriebe kann man jetzt bis 72 km/h vom Hinterradantrieb auf den automatischen Allradmodus umschalten. Drückt man den Hebel dann weiter nach rechts, ist der Modus mit fixer 50-zu-50-Kraftverteilung aktiv. Mit der vierten möglichen Hebelstellung wechselt man schließlich in die Geländeuntersetzung.

Auf der Straße dominiert nach wie vor das eigentümliche, den Starrachsen geschuldete Fahrwerksverhalten, bei dem man sich sehr der Lenkarbeit widmen muss. Kundige Fahrer des Vorgängers sagen, dass sich das beim neuen Wrangler allerdings schon spürbar komfortabler gestaltet. Ansonsten schaukelt der Aufbau deutlich intensiver als große Straßen-SUVs. Fahrbahnunebenheiten kommen merklich durch. Alles in allem – nicht zuletzt durch eine dicke Dämmung zum Motorraum – fühlt man sich im Innenraum aber so wohl, dass man Langstrecken mit dem neuen Wrangler nicht scheuen muss.

Im Gelände arbeitet sich der Wagen wie erwartet konsequent und souverän voran. Begrenzende Faktoren sind gefühlt nur noch die Reifen und natürlich die Bodenfreiheit (25 cm). Ansonsten folgt das Fahrwerk stoisch der tiefsten vor ihm gezogenen Spur – lenken muss man eigentlich nur noch zum Ändern der Hauptrichtung. Den Rubicon mit Stollenreifen durch verschlammte Wasserlöcher zu treiben wird wahrscheinlich im Alltag eine absolute Ausnahmeerfahrung bleiben – aber allein das Wissen, dass das Fahrzeug scheinbar mühelos auch solch extremes Terrain durchpflügen kann, sollte für heitere Sorglosigkeit vor der Bewältigung heikler Wegeverhältnisse sorgen.

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