Jeffrey Scott baut Premium-Handel im Bergischen Land auf

Von Jens Rehberg

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Der ehemalige Importeurs-Chef hat die Seite gewechselt und eröffnet demnächst zwei Standorte mit Maserati, Jeep und Alfa Romeo.

Der Chef der FCA-Händlernetzentwicklung, Udo Kirk (li.), freut sich über einen neuen Partner – Jeffrey Scott.(Foto:  FCA)
Der Chef der FCA-Händlernetzentwicklung, Udo Kirk (li.), freut sich über einen neuen Partner – Jeffrey Scott.
(Foto: FCA)

Jeffrey Scott brennt nach wie vor für das Autogeschäft. „Seitdem ich auf der Händlerseite bin, lerne ich wieder unglaublich viel dazu – damit hatte ich früher nur in der Theorie zu tun“, erzählt der gebürtige US-Amerikaner, der von 2004 bis 2014 zuerst Jaguar und Land Rover in Deutschland und dann Aston Martin europaweit geführt hat, im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Sein Hang zum Pragmatischen – die Vorliebe für das operative Geschäft – habe ihm im Frühjahr die Entscheidung leicht gemacht, eine sich bietende Chance wahrzunehmen und Autohändler zu werden.

Den Teil des Know-hows, den er noch nicht mitbringt, steuern seine neuen Kollegen aus der Wurth-Gruppe in Gummersbach (Nissan, Jaguar, Land Rover) bei – dem zweiten Gesellschafter der neu gegründeten European Motor Company. Das neue Autohandelsunternehmen baut unter der Leitung von Jeffrey Scott derzeit zwei Standorte in Wuppertal und Lüdenscheid auf. „Das Bergische Land bietet sehr viel Potenzial für unsere Marken“, ist sich Scott sicher. Die nordrhein-westfälische Region sei bislang unterbesetzt gewesen, was das Premium- beziehungsweise Luxus-Segment angeht.

Deshalb hat Scott im Juli einen Händlervertrag mit Maserati für Wuppertal abgeschlossen und ganz aktuell die Jeep- und Alfa-Romeo-Vertretung für Lüdenscheid unter Dach und Fach gebracht. Für alle drei Marken waren die Einzugsgebiete der beiden Standorte bislang weiße Flecken auf der Deutschlandkarte. Nicht zuletzt deshalb rechnet sich Scott gute Chancen für sein neues Geschäft aus.

In Wuppertal baut er gerade ein gepachtetes ehemaliges Jaguar-Land-Rover-Autohaus am Deutschen Ring zum exklusiven Maserati-Vollfunktionsbetrieb um. Acht Mitarbeiter haben mit der Vermarktung des italienischen Luxusfabrikats bereits begonnen. Noch ist der 300-Quadratmeter-Schauraum „eine sehr aufgeräumte Baustelle“. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten aber abgeschlossen sein.

Oben Nissan – unten Jeep und Alfa

In Lüdenscheid haben zunächst sechs Mitarbeiter eine Etage in einem bereits aktiven Betrieb der M. Wurth Automobile GmbH bezogen. Der 600 Quadratmeter große Betriebsteil wird aktuell im Eiltempo mit der neuen Alfa/Jeep-CI ausgestattet und soll schon im November operativ starten. Zusätzlich vertritt das Autohaus Wurth dort im Obergeschoss die Marke Nissan. Auch der Lüdenscheider Standort der European Motor Company hat sowohl einen Verkaufs- als auch einen Servicebereich. Mittelfristig will Jeffrey Scott hier den Personalstand verdoppeln. Auch in Wuppertal sollen noch zwei weitere Kräfte hinzukommen.

In Bezug auf Investitionssummen und Verkaufsziele hält sich der frisch gebackene Händler noch bedeckt. Er deutete aber zumindest an, dass schon bald ein weiterer Standort hinzu kommen könnte, an dem möglicherweise auch weitere Marken des Partner-Herstellers unterkommen werden.

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