Kfz-Handwerk Jürgen Gros wird ZVK-Geschäftsführer

Von Doris S. Pfaff 3 min Lesedauer

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Der ZVK hat mit Jürgen Gros einen Hauptgeschäftsführer gefunden. Mit ihm an der Spitze möchte das Kfz-Handwerk ab Januar 2026 künftig eigene Wege gehen. Die Zustimmung der Mitglieder soll im Oktober erfolgen.

Jürgen Gros wird Hauptgeschäftsführer des ZVK. Der Vorstand stellte den promovierten Politikwissenschaftler der Mitgliederversammlung vor. Die Bestätigung durch die ZVK-Mitgliederversammlung soll im Oktober erfolgen. (Bild:  Barbara Obermeier)
Jürgen Gros wird Hauptgeschäftsführer des ZVK. Der Vorstand stellte den promovierten Politikwissenschaftler der Mitgliederversammlung vor. Die Bestätigung durch die ZVK-Mitgliederversammlung soll im Oktober erfolgen.
(Bild: Barbara Obermeier)

Der Zentralverband des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK) hat seinen Mitgliedern am Freitag in einer Online-Mitgliederversammlung den künftigen Hauptgeschäftsführer präsentiert. Jürgen Gros, promovierter Politikwissenschaftler, soll künftig die Geschäfte des ZVK verantworten. Seit 1. September ist er bereits beim ZVK angestellt und hat auch in Bonn, im Haus des Kfz-Gewerbes, ein Büro bezogen.

Damit ist für den ZVK eine wichtige Personalie gelöst. „Wir haben mit Jürgen Gros den für uns in jeder Hinsicht idealen Kandidaten gefunden. Mein Vorstandskollege Jeffrey Kilian und ich werden ihn der Mitgliederversammlung des ZVK zur Wahl vorschlagen.“ Das teilte der ZVK-Vorsitzende Detlef Peter Grün mit. Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung des Bundesinnungsverbandes ist für Oktober 2025 vorgesehen.

Der zukünftige ZVK-Hauptgeschäftsführer „bringt umfangreiche Erfahrungen aus den Bereichen Verbandsmanagement, Interessenvertretung und Kommunikation in den ZVK ein“, so Grün. Der 56-jährige Gros hat in Mainz studiert und in München promoviert und war bis Ende 2021 Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbands.

Die Suche nach einem neuen Hauptgeschäftsführer für den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) wird derweil vorbereitet. Diese Funktion haben seit der Amtsniederlegung durch Kurt-Christian Scheel kommissarisch die ZDK-Geschäftsführer Ulrich Dilchert und Jürgen Hasler inne.

Verhandlungen über künftige Strukturen laufen noch

Hintergrund sind die Trennungspläne von ZDK und ZVK, die seit 1978 in Bonn eine gemeinsame Hauptgeschäftsstelle geführt haben. Der ZDK hat seitdem als Dachverband fungiert. Das soll auch zukünftig so sein, hatte ZVK-Vorsitzender Detlef Peter Grün im Juni im gemeinsamen Interview mit dem ZDK-Präsidenten erläutert – Doppelstrukturen solle es nicht geben.

Wie berichtet hatte der ZVK die Einrichtung einer eigenen Geschäftsstelle ab Januar 2026 beschlossen. Aktuell laufen die Verhandlungen zwischen ZVK und ZDK darüber, wie die künftige Verbandsstruktur aussehen könnte. Parallel hat eine Projektgruppe einen Vorschlag für eine ZDK-Satzungsreform erarbeitet und diese den Mitgliedern vorgelegt. Angekündigt war, den ZDK künftig effizienter und moderner aufzustellen. Unter anderem soll die Beitragsordnung angepasst werden. Über den Änderungsentwurf sollen die ZDK-Mitglieder bei ihrer kommenden Jahresversammlung am 23. September in Weimar abstimmen.

Der gesamte Reformprozess wurde durch die Kündigung des Kfz-Landesverbands Nordrhein-Westfalen angestoßen, der ab Januar 2026 aus dem ZDK ausscheidet. Die Mitgliederversammlung des NRW-Landesverbands hatte im vergangenen November der Kündigung unter Vorbehalt zugestimmt, um keine Fristen zu versäumen. Bei der nächsten Jahresversammlung, die noch 2025 stattfinden müsste, soll der Beschluss noch einmal vorgelegt werden.

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