E-Commerce Junge Kunden kaufen lieber beim Händler vor Ort

Von Dr. Martin Achter 4 min Lesedauer

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Junge Verbraucher kaufen bevorzugt online – so lautet eine verbreitete Annahme. In Sachen Auto verhält sich dies jedoch anders, wie eine Studie zeigt: Der Rat der Händler ist gefragt. Letztere sehen im E-Commerce aber massives Bedrohungspotenzial.

Ein Auto direkt online kaufen? Junge Kunden suchen einer Studie des Beratungsunternehmens MHP zufolge beim Autokauf bevorzugt den direkten Kontakt zum Autohändler vor Ort. (Bild:  Jimmy Chang/Unsplash.com)
Ein Auto direkt online kaufen? Junge Kunden suchen einer Studie des Beratungsunternehmens MHP zufolge beim Autokauf bevorzugt den direkten Kontakt zum Autohändler vor Ort.
(Bild: Jimmy Chang/Unsplash.com)

Händler müssen einer Studie zufolge von einer deutlich gestiegenen Bereitschaft von Verbrauchern ausgehen, sich eine Auto rein online zu kaufen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Welle einer Befragung der Porsche-Beratungstochter MHP („Online Car Sales Studie 2023“). Demnach hat sich die Bereitschaft zu direkten Online-Autokäufen seit 2020 mehr als verdoppelt. In der aktuellen Befragungswelle, die in der zweiten Jahreshälfte 2022 lief, gab fast ein Viertel der Verbraucher (22 Prozent) an, bereits ein Auto online gekauft zu haben. 2020 war es noch knapp ein Zehntel der Befragten (9 Prozent).

Als Online-Autokauf wertete MHP in der Untersuchung eine Transaktion, wenn mindestens die Hälfte der Kontakte zwischen Käufer und Verkäufer im Kaufprozess online erfolgten. So ist es trotzdem möglich, dass zuvor eine Probefahrt stationär umgesetzt wurde und letztlich auch der Kaufabschluss vor Ort besiegelt wurde. Ein großer Teil der bisherigen Onlinekäufer würde sich auch künftig wieder auf diesem Weg ein Auto anschaffen. 52 Prozent dieser Gruppe nannten das Internet als bevorzugten Kaufort. Weitere 34 Prozent sehen auch das klassische Autohaus als Anlaufstelle und 14 Prozent den Schauraum oder den Pop-up-Store einer Marke.