Mittlerweile kauft das Autohaus einen Großteil seiner Gebrauchtwagen zu – über das Internet, bei Auktionen, vor allem aber von Skoda Auto Deutschland direkt. Das Unternehmen gehört dabei zu den größten Kunden des Importeurs. Und mit einem Durchschnittsertrag von etwa 1.000 Euro pro Fahrzeug ist Brucker in der Skoda-Organisation vorne mit dabei.
„Wir verkaufen sehr viele Autos auf dem regionalen Markt und wenig über das Internet, wo man eine ganz andere Preisstruktur hat“, erläutert Michael Brucker. Das Internetgeschäft will er jedoch künftig forcieren, um damit zusätzliche Erträge zu erwirtschaften.
Potenzial bei Gewerbekunden
Auch bei den Neuwagen sieht der Geschäftsführer noch Potenzial und will den Absatz nach 237 Einheiten im Jahr 2011 und voraussichtlich 270 Autos in diesem Jahr weiter kontinuierlich steigern. Vor allem der Großkundenbereich steckt bei Brucker noch in den Kinderschuhen. Hier ist der Chef selbst mehrmals im Monat im Außendienst in der Kaltakquise tätig. Ihm ist generell wichtig, aktiv im Vertrieb eingebunden zu sein. „So kann ich erkennen, ob die Kundenzufriedenheit passt“, sagt Brucker.
Seine vielen Vereinsmitgliedschaften helfen ihm da. „Das kommt mir im Verkauf schon sehr zugute“, sagt der 27-Jährige und betont gleichzeitig, dass das nicht der Grund für sein Engagement sei. In den meisten Vereinen ist er bereits seit seiner Jugend aktiv. Über Networking muss er sich daher nicht viele Gedanken machen – es läuft ganz einfach nebenbei mit.
Wachstumsziele
Wachsen will Brucker nicht nur beim Absatz. Auch einen weiteren Standort kann sich der Autohaus-Chef vorstellen. Klar ist für ihn, dass das nur mit Skoda geht. Eine zusätzliche Marke kommt dagegen derzeit nicht in Frage. Zunächst gibt es aber auch in den bestehenden Betrieben noch zu tun. Was die Produktivität im Service angeht, ist Brucker noch nicht dort, wo er hinmöchte. Hier gilt es für den Geschäftsführer, die Prozesse unter die Lupe zu nehmen und zu verbessern.
Michael Bruckers nächstes persönliches Ziel ist der Abschluss seines BWL-Studiums. Dieses bewertet er in erster Linie aus der Sicht des Autohausgeschäftsführers: „Es kommt mir weniger auf einen guten Abschluss an, als vielmehr darauf, möglichst viel für die tägliche Arbeit im Betrieb zu lernen.“
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