Junior Award: Blitzstart als Unternehmenslenker

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Eines Tages hatte Seyer senior offenbar den Eindruck, sein Sohn sei jetzt so weit: Er zog sich kurzfristig zurück und übertrug seinem Sohn alle Vollmachten – das war die Unternehmensübergabe. „Kaltes Wasser – guten Morgen!“ 2006 war Marcel Seyer mit 26 Jahren auf einmal Geschäftsführer.

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Erst drei Jahre später verriet Reinold Seyer seinem Sohn, weshalb er sich so plötzlich zurückgezogen hatte: Er wollte den Tatendrang seines Sohnes nicht durch seine eigenen Erfahrungen und Ängste ausbremsen. Marcel Seyer dankt seinem Vater für das Vertrauen: „Er respektiert mich inzwischen als vollwertigen Geschäftsmann, der eigenverantwortlich die Geschicke unseres Familienunternehmens operativ und strategisch lenkt. Die Zeiten des unerfahrenen Greenhorns aus der Uni sind vorbei.“

Top-Leistung in allen Bereichen

Dabei hätte sich Marcel Seyer die ideale Firmenübergabe ganz anders vorgestellt – und zwar in folgenden drei Schritten:

  • Eine klare Aufgabenzuteilung durch seinen Vater
  • Sukzessive Übergabe der Verantwortung an den Sohn
  • Rechtlich eindeutige Klärung aller Geschäftsführungsfragen im Vorfeld

Der junge Geschäftsführer hat beachtliche Erfolge vorzuweisen, auch wenn die Firmenübergabe sehr plötzlich vonstattenging. Das Unternehmen wächst und scheint in vielen Bereichen Benchmarks innerhalb der Nissan-Organisation zu setzen.

Das gelang Marcel Seyer im Zuge einer gründlichen Analyse, die er in mehreren Schritten vornahm: Das gemietete Werkstattgebäude renovierte er zulasten des Vermieters. Eine neue Dämmung und eine witterungsgeführte Heizungsanlage drosselten die Energiekosten. Anschließend schloss er einen neuen Mietvertrag ab – mit sechsstelliger Ersparnis gegenüber dem vorherigen Mietzins.

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