Stellantis-Rückrufe Kabel schlecht verlegt

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Wegen der Neuverlegung von Servolenkungskabeln und einem Softwareupdate des Frontkameramoduls müssen einige Vertreter der so genannten Smart-Car-Plattform des Konzerns in die Vertragswerkstätten.

Unter anderem müssen aktuell junge Fronteras bei den Stellantis-Servicepartnern vorgefahren werden.  (Bild:  Sven Prawitz/VCG)
Unter anderem müssen aktuell junge Fronteras bei den Stellantis-Servicepartnern vorgefahren werden.
(Bild: Sven Prawitz/VCG)

Einige Halter eines Opel Frontera, Citroën C3 und C3 Aircross aus dem Bauzeitraum 21. Februar bis 21. Mai 2025 müssen für etwa 20 Minuten zu deutschen Vertragswerkstätten, um dort den Kabelstrang der elektrischen Servolenkung neu verlegen und zusätzlich schützen zu lassen. Bislang werde der Kabelstrang zwischen zwei Schrauben geführt, sagte eine Sprecherin des Stellantis-Konzerns auf Anfrage. Leichte Vibrationen könnten dadurch bei Lenkeingriffen Schäden verursachen. „Dies kann möglicherweise zu einem Kurzschluss führen, was zu einem Verlust der Servolenkung oder einem Brand in der Fahrerkabine führen kann.“

Das Problem ist auch beim Fiat Grande Panda bekannt, allerdings offenbar nicht bei hierzulande gemeldeten Autos. Insgesamt gelten die Aktionscodes „KV9“ (Opel), „GW9“ (Citroën) und „F60B“ (Fiat) nach unseren Informationen weltweit für etwa 68.000 Einheiten. Deutlich weniger, nämlich 38.000, sind es bei einem weiteren Rückruf, der zur Stunde für den Opel Frontera und Citroën C3 sowie C3 Aircross gilt. Das KBA bemängelt eine Vorschriftenabweichung des Intelligenten Geschwindigkeitsassistenzsystems (ISA).

Eine „falsche Ferncodierung des Frontkameramoduls führt dazu, dass Warnmeldungen bezüglich Servertrennung nicht angezeigt werden“, mokiert Flensburg. Nach zwölf kumulierten Fahrstunden ohne Verbindung müsste der Fahrer eigentlich via Kontrollleuchte über den Fehler informiert werden, ergänzte die Sprecherin. Grund für den fehlenden Hinweis sei, dass die Zeitmessung nach jedem Fahrzeugneustart zurückgesetzt werde.

Um dieses Problem zu beheben, müsse die Software des Frontkameramoduls und die zentrale Fahrzeugsoftware (CVM) auf die Version ‚19.x‘ aktualisiert werden“, kündigte die Sprecherin an. Dies dauere rund zwei Stunden. Die Rückrufnummer „KVU“ gilt in Deutschland für 2.666 Opel Frontera (gebaut zwischen 7. Januar und 23. Oktober 2025), die Kennungen „GR3“ und „GU7“ für 1.437 Citroën C3 (2. April 2024 bis 7. Mai 2025) beziehungsweise 882 Citroën C3 Aircross (7. Januar bis 28. Juni 2025). Schon Anfang des Jahres gab es einen ähnlichen Rückruf für die Citroën-Modelle unter dem Aktionscode „GQ7“ ().

Eine zentrale Kundenhotline beantwortet unter 008000 - 825 1001 Fragen zu allen Maßnahmen.

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