Kältemittel: Üble Cocktails

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Es soll bereits vorgekommen sein: Böse Buben füllen R134a in neue Autos, wo eigentlich R1234yf hineingehört. Kranke Kerle hingegen pumpen simples Campinggas in Klimaanlagen hinein. Das Thema Kältemittel dürfte künftig noch für Schädelbrummen sorgen.

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Ein paar passende Anschlüsse sind schnell beschafft, und schon gelangt altes Kältemittel in neue Autos. Werkstätten, die das tun, sollten Kunden aber auch darauf hinweisen, das dann die Betriebserlaubnis das Fahrzeugs erlischt.
Ein paar passende Anschlüsse sind schnell beschafft, und schon gelangt altes Kältemittel in neue Autos. Werkstätten, die das tun, sollten Kunden aber auch darauf hinweisen, das dann die Betriebserlaubnis das Fahrzeugs erlischt.
(Bild: © Fotolia RAW/Fotolia.com)

Viele leiden nach übermäßigem Alkoholkonsum unter einer typischen Erscheinung: dem Kater. Der fällt oft dann besonders kräftig aus, wenn man nacheinander Verschiedenprozentiges konsumiert oder, noch besser, gleich zum fröhlichen Mischgetränk gegriffen hat.

Auch bei Kfz-Werkstätten könnte im Hinblick auf das Arbeiten an Klimaanlagen künftig die eine oder andere Katersituation entstehen. Denn mit einem selbstverständlichen Reinheitsgebot könnte es hier bald vorbei sein. Ursache dafür ist eine simple Tatsache: Seit 1. Januar sind in der EU neu zugelassene Pkws und Trapos bis 3,5 Tonnen bzw. deren Klimaanlagen mit R1234yf befüllt – von wenigen Mercedes-Benz-Modellen, die mit CO2 daherkommen, einmal abgesehen.