Kärcher: Kalte Alternative

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Doch Trockeneisstrahlen kann weit mehr. Es eignet sich auch für das Entfernen z. B. von Kleberückständen an Karosserieteilen im Innenraum und Verschmutzungen jeglicher Art wie Öl- und Konservierungsrückstände an Motor, Getriebe und anderen Aggregaten. Darüber hinaus kann man mit Trockeneis auch „problematische“ Materialien wie Kunststoffteile und GFK-Karosserien reinigen bzw. von Beschichtungen (z. B. Lack) entfernen. Selbst Sitze und ganze Fahrzeuginnenräume lassen sich – bei entsprechendem Know-how – von jahrzehntealtem Dreck befreien. Auch Entlacken bis auf das blanke Karosserieblech ist mit Trockeneis möglich. Allerdings ist dies meist sehr zeit- und damit kostenintensiv.

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Die Grenzen

Trockeneis entfernt Schmutz und alte Beschichtungen, indem es unterschiedliche Stoffe voneinander trennt. Was es nicht kann, ist Rost beseitigen. Denn Eisen bleibt Eisen – Oxid hin oder her. Hier stehen nur das klassische Sandstrahlen bzw. andere Methoden zur Wahl.

Dennoch kann die Trockeneismethode eine Alternative zu dem mit zahlreichen Nachteilen behafteten Feststoffstrahlverfahren sein. Denn geringer Oberflächenrost lässt sich nach dem Trockeneisstrahlen mit hochwertigen Rostumwandlern und -versieglern stoppen bzw. für entsprechende Zeit eindämmen.

Eine echte Alternative für Fahrzeuge, bei denen das Zerlegen, Sandstrahlen und vollständige Neulackieren das Budget des Besitzers oder den Zeitwert des klassischen Automobils überschreiten würde. Zudem sind dank der sauberen Trockeneismethode auch Schritt-für-Schritt-Restaurationen möglich. Denn andere Bereiche als die bearbeiteten werden z. B. durch umherfliegenden Sand oder Funken nicht beeinträchtigt. Wo das klassische Sandstrahlen ohne Kompromisse agiert, lässt das TRS diese zu.

Gerät vom Profi

Das Unternehmen Kärcher bietet mit dem IB 15/80 seit drei Jahren ein TRS-Gerät an. Ende letzten Jahres kam ein weiteres Modell hinzu. Das neue IB 7/40 ist kompakt und mit seiner leicht zu führenden Pistole auch gut für den Einsatz im Kfz-Bereich geeignet. Dank eines geringeren Druckluftverbrauchs (max. 3,5 m³/min) kann der Betrieb es an sein vorhandenes Druckluftnetz anschließen. Das Gerät verfügt über einen 18-Kilogramm-Eistank. Der Eisverbrauch beträgt zirka 15 bis 50 Kilogramm in der Stunde.

Die Variante IB 7/40 Classic ist standardmäßig mit einer elektrisch gesteuerten Pistole ausgestattet. Zubehör wie Rund- und Flachstrahldüsen, Gabelschlüssel und Düsenfett sind in einer Werkzeugtasche griffbereit am Gerät untergebracht. Wahlweise sorgen ringförmig angeordnete LEDs an der Düse für eine gute Sicht auf das zu reinigende Objekt. Beim Modell IB 7/40 Advanced sind Strahldruck und Eismenge über eine Fernbedienung direkt an der Pistole regulierbar. Alle Kärcher-Geräte besitzen ein Gehäuse und einen Rahmen aus Edelstahl. Ein eingebauter Wasserabscheider entfeuchtet die Druckluft

Als Alternative zum Kauf der benötigten Eispellets bei einem Lieferanten – das Kilo schlägt mit zirka 0,5 bis 1 Euro zu Buche – bietet Kärcher auch Eisgewinnungsmaschinen, so genannte „Pelletizer“, an. Weitere Informationen unter www.kaercher.de

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