Kahage stellt Insolvenzantrag
Nach der geplatzen Fusion mit der Gottfried-Schultz-Gruppe ist der Essener VW- und Audi-Händler zahlungsunfähig. Die genauen Hintergründe sind bisher unklar.
Der Essener VW- und Audi-Händler Kahage hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Rolf Otto Neukirchen ernannt. Wie das Unternehmen mitteilte, gehe der Geschäftsbetrieb an beiden Standorten zunächst weiter, ein Fortführungskonzept werde erarbeitet.
Hintergrund der Insolvenz seien die „im Zuge der Fusion mit Gottfried Schultz gekündigten Verträge“, heißt es in einer Mitteilung von Kahage. Dieses im September 2008 angekündigte Zusammengehen ist jedoch gescheitert, wie letzte Woche bekannt wurde. Zu den Gründen äußerten sich die beiden Unternehmen bisher nicht. Der Kahage-Unternehmensbereich Audi sei jedoch zum 1. September bereits auf das zur Gottfried-Schultz-Gruppe gehörende Audi-Zentrum Essen übertragen worden, heißt es in der Mitteilung des insolventen Unternehmens. Ursprünglich war zudem geplant, dass sich Kahage am neuen Volkswagen-Zentrum Essen beteiligt, das am Montag eröffnet hat.
Die genauen Gründe für die Insolvenz sind bisher unklar. Weder Heinz Hofer, geschäftsführender Gesellschafter der Kahage, noch Insolvenzverwalter Neukirchen waren am Montag für eine Stellungnahme erreichbar. Nach bisher unbestätigten Informationen habe Hofer die 3,5 Millionen Euro nicht aufbringen können, die er für seinen 25-prozentigen Anteil am fusionierten Unternehmen hätte zahlen solle, schreibt der Onlinedienst „Der Westen“.
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