Kaltenbach-Gruppe: Weichen für die Zukunft sind gestellt

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Selektives Wachstum

Die Firmenphilosophie spielte auch bei der Expansion der Kaltenbach-Gruppe in den letzten Jahren eine wichtige Rolle. „Wir haben uns immer nur selektiv vergrößert, um nicht zu schnell zu wachsen. Denn es reicht nicht aus, einen Betrieb einfach zu übernehmen. Um Erfolg zu haben, muss auch die richtige Philosophie in der Firma Einzug halten“, meint Adolf Kaltenbach. Als Beispiel berichtet Geschäftsführer Norbert Amelung von der letzten großen Erweiterung: „Wir haben in Bergisch Gladbach BMW Lindlar übernommen. Im Bereich der Kundenzufriedenheit gehörte der Betrieb zu den Schlechtesten. Heute bekommen wir dort regelmäßige Spitzenbewertungen. Das Wichtigste war es, zu Beginn die Mitarbeiter zu überzeugen und zu motivieren. Jetzt, nachdem der Erfolg da ist, läuft alles wie von selbst.“

Selbst angesichts der Krise und schlechter Prognosen für den Automobilmarkt blicken Adolf Kaltenbach, Norbert und Andreas Amelung optimistisch in die Zukunft. „Langfristig müssen wir uns zwar auf einen reduzierten Markt einstellen, aber wir sind ein gesundes Unternehmen und können in Ruhe die nächsten Entwicklungen abwarten.“ Natürlich macht sich auch Norbert Amelung seine Gedanken: „Wenn die Umsätze im Neuwagenbereich sinken, müssen wir versuchen, in allen anderen Bereichen des Unternehmens, insbesondere im Aftersales-Bereich, noch weiter zuzulegen.“

Darüber hinaus trifft die Kaltenbach-Gruppe schon lange Vorkehrungen. „Wir achten auf eine möglichst schmale Kostenstruktur. Das machen wir aber bereits seit Jahrzehnten. Unser Wert ‚Umsatz pro Mitarbeiter‘ liegt im Spitzenbereich“, so Kaltenbach.

Bereits 1998 führte Norbert Amelung zudem einen zentralen Einkaufskatalog für die gesamte Gruppe ein. „Darin sind alle Betriebsmittel und Dienstleistungen aufgeführt, die benötigt und genutzt werden. Da wir als Gruppe auftreten, können wir hierdurch deutlich günstigere Preise erzielen. Der Katalog steht in unserem Intranet, sodass die Mitarbeiter jederzeit Zugriff darauf haben.“ Der Zentraleinkauf ist Chefsache, allerdings weist Norbert Amelung darauf hin, dass er hier von Verantwortlichen unterstützt wird und für „jede Anregung seitens aller Mitarbeiter offen“ ist, um auch diesen Einkaufskatalog weiter zu optimieren.

Ein weiterer Punkt für eine schlanke Kostenstruktur sind die drei zentralen Karosserie- und Lackzentren an den Standorten in Engelskirchen, Meinerzhagen und Remscheid. Hier werden für alle Handelsbetriebe der Gruppe Unfallschäden und Karosserie- sowie Lackierarbeiten abgewickelt. „Die Betriebe sind geografisch so in unserem Verbreitungsgebiet positioniert, dass von jedem Standort aus ein Karo-Lack-Zentrum gut und schnell durch den eigenen Schleppwagenservice zu erreichen ist. Dadurch sparen wir natürlich Personal, denn so brauchen wir nicht in jedem Betrieb Karosseriebauer und Lackierspezialisten vorzuhalten. Zudem ist es leichter, unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, und wir können somit Synergien nutzen“, so Kaltenbach.

Als ergänzendes Angebot bietet ein eigenes Mietwagenunternehmen für alle Betriebe Ersatzfahrzeuge an, die der Kunde nutzen kann, während der Unfallschaden an seinem Wagen repariert wird. Egal, an welchem Standort er die Werkstatt aufsucht.

Die Kaltenbach-Gruppe legt großen Wert auf die Ausbildung. Insgesamt zählt die Handelsgruppe knapp 110 Auszubildende in den Berufen Kfz-Mechatroniker, Karosseriebauer, Fahrzeuglackierer, Automobilkaufmann und Bürokaufmann.

Auch die Weiterbildung spielt eine große Rolle. Auf dem Gelände der Zentralverwaltung der Kaltenbach-Gruppe in Engelskirchen befindet sich das firmeneigene Schulungszentrum. Dort werden regelmäßig u. a. EDV-Schulungen sowie Seminare zu den Themen „Verkauf und Service“, „Direktannahme am Fahrzeug“ oder „Fortbildung zum Service-Assistenten“ durchgeführt.

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