Anbieter zum Thema
Die Schulungsprofis
„Das eigene Schulungszentrum hat mehrere Vorteile“, weiß Norbert Amelung zu berichten. „Wir sind dadurch flexibler und können beispielsweise Inhouse-Schulungen veranstalten, wenn die Betriebsabläufe dies zulassen. Wir haben eine bessere Kontrolle über die Qualität der Bildungsmaßnahmen, und kostengünstiger ist das Ganze auch noch.“
Als Autohandelsgruppe auch Motorräder zu vertreiben, macht für Adolf Kaltenbach keine Schwierigkeiten: „Autos und Motorräder unter einem Dach stellen kein Problem dar, und zudem ist es mit BMW schließlich auch die gleiche Marke. Wir haben an den Standorten natürlich Fachpersonal und Markenverantwortliche für unsere Motorradkunden.“ Allerdings hat das Geschäft mit den Motorrädern etwas nachgelassen. „Bis 2007 gab es regelrechte Boom-Jahre im Motorradhandel. Heute wird ein Großteil des Deckungsbeitrags über den Service generiert.“
Das Thema Gebrauchtwagen trägt mittlerweile zu einem nicht unerheblichen Teil des Umsatzes der Kaltenbach-Gruppe bei. „Wir haben ständig in allen unseren Betrieben insgesamt bis zu 1.000 Gebrauchtfahrzeuge aller Fabrikate auf Lager. Da alle Betriebe durch ein zentrales EDV-Netz verbunden sind, kann jeder Betrieb auf den gesamten Fahrzeugbestand der Kaltenbach-Gruppe zugreifen und so ein großes Gebiet abdecken – ohne, dass Kunden weite Wege zurücklegen müssen, um ein Gebrauchtfahrzeug anzuschauen. Deshalb vermarkten wir nicht zentral. Nur, wenn es in einem Betrieb ein Überangebot gibt, werden Fahrzeuge ins Gebrauchtwagen-Center nach Overath geholt“, weiß Norbert Amelung
Die Standzeit beträgt für ein Gebrauchtfahrzeug im Durchschnitt 68 Tage. Bedarfsgerecht werden Fahrzeuge zugekauft, um das Angebot zu optimieren. „Die Standzeiten des Gebrauchtwagenangebotes in den Markenbetrieben liegen im Durchschnitt bei 119 Tagen. Bedingt durch verstärkte Leasingrückläufer und verbunden mit der Abwrackprämie sowie der Wirtschaftskrise ist dies entstanden. Dieses Problem, so hofft die Geschäftsführung der Kaltenbach-Gruppe, wird sich 2010 wieder normalisieren.“
Um die Bindung der Kunden an die Kaltenbach-Gruppe zu verstärken, finden regelmäßig Marketingaktionen statt. Als Beispiel nennt Andreas Amelung u. a. die „Reifen-Frühstückstage“. „Im Frühling und Herbst bieten wir den Kunden an mehreren Samstagen ein kostenloses Frühstück an, während wir die Räder an ihren Fahrzeugen umrüsten. Das ist bisher immer auf große Resonanz gestoßen. Und es hat natürlich zudem noch den Vorteil, dass das Werkstattgeschäft entzerrt wird.“
(ID:327184)