Zulieferer Kamei Automotive stellt Betrieb ein

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Kamei Automotive stellt den Geschäftsbetrieb zu Ende März ein. Es gibt keinen Käufer für das insolvente Unternehmen.

Kamei Automotive stellt den Geschäftsbetrieb ein.(Bild:  Kamei)
Kamei Automotive stellt den Geschäftsbetrieb ein.
(Bild: Kamei)

Der Geschäftsbetrieb des Zulieferers Kamei Automotive endet am 31. März 2026. Das hat der Insolvenzverwalter mitgeteilt. Zu Februar 2026 ist ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Herstellers von Kunststoffkomponenten für Behörden- und Spezialfahrzeuge eröffnet worden. Der Geschäftsbetrieb endet mangels Möglichkeiten den Betrieb weiterzuführen, es gab keinen Käufer für das insolvente Unternehmen.

Im Rahmen des eröffneten Insolvenzverfahrens werden bestehende und neu bestätigte Aufträge planmäßig abgearbeitet – insbesondere ein umfangreicher Auftrag von Volkswagen für Ladenkantenschutz und Schutzschalen für Gurtschlösser. Weitere größere Serienaufträge wurden bereits im Zeitraum der vorläufigen Insolvenzverwaltung akquiriert und bestätigt, diese werden laut des Insolvenzverwalters ebenfalls umgesetzt.

Die aktuell noch zwölf Beschäftigten bleiben bis Ende März im Unternehmen und betreuen laufende Aufträge und die Übergangsphase.

Kamei GmbH nicht betroffen

Mehrheitseigner des Unternehmens ist mit einem Gesellschafteranteil von 80 Prozent die insolvente Kamei GmbH & Co. KG. Deren Geschäftsbetrieb hatten Investoren mit dem Markennamen im April 2024 im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernommen. Seitdem führt die neu gegründete Auffanggesellschaft Kamei GmbH das Geschäft der Produktion von Dachboxen fort. Die Gesellschaft ist vom Ende des Betriebs bei Kamei Automotive nicht betroffen.

Über Kamei Automotive

Kamei Automotive ist seit April 2024 ein eigenständiges Unternehmen. Es erzielte im Jahr 2024 mit zwölf Beschäftigten einen Umsatz von rund 1,6 Millionen Euro. Die stark von öffentlichen Aufträgen abhängigen Umsatzerlöse waren laut des Insolvenzverwalters jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Liquiditätsprobleme zwangen das Unternehmen im November 2025 in einen Insolvenzantrag.

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