Toyota-Rückruf Kameraprobleme lösen größere Aktionen aus

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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In die Kameras zur Umfelderkennung kann Wasser eindringen, die vordere Kamera zur Objekterkennung und damit das Notbremssystem können ausfallen. Betroffen sind in Deutschland in Summe rund 47.000 Einheiten diverser Baureihen.

Der Toyota BZ4X und zahlreiche andere Modelle des Herstellers sind von zwei aktuellen Rückrufaktionen betroffen.(Bild:  Toyota)
Der Toyota BZ4X und zahlreiche andere Modelle des Herstellers sind von zwei aktuellen Rückrufaktionen betroffen.
(Bild: Toyota)

Zwischen dem November 2022 und dem August 2023 sind in zahlreiche Toyota- und Lexus-Modelle unzureichend lasergeschweißte Gehäuse für die Front-und Rückfahrkamera eingebaut worden. Es bestehe die Möglichkeit, dass sich das Kameragehäuse löst und Wasser in die Kamera eindringt, erklärte ein Sprecher von Toyota Deutschland auf Anfrage. „In diesem Fall kann der Stromkreis in der Kamera kurzgeschlossen werden, was dazu führt, dass kein Bild des Bereichs vor oder hinter dem Fahrzeug angezeigt werden kann“, sagte er.

Aus diesem Grund müssen seit Mitte Juni über 35.000 Einheiten der Toyota-Modellreihen BZ4X, Corolla Cross, Mirai und Prius, sowie der ES, LS, LX, NX, RX und RZ von Lexus in deutschen Vertragsbetrieben erscheinen. Dort überprüfen die Mitarbeiter die Gehäuse der Front- und Rückfahrkamera und tauschen die Kameras bei Bedarf aus. Je nach Modell dauert die Abhilfemaßnahme mit dem Herstellerkürzel „24SD-065“ bis zu 3,5 Stunden. Weltweit betrifft die Aktion nach unseren Informationen etwa 370.000 Einheiten der Japaner.

Fehlprogrammierung der Frontkamera

Nochmal deutlich mehr, nämlich weltweit über 900.000 Einheiten, umfasst der Rückruf, der bei uns unter der internen Kennung „24SD-055“ firmiert. Hier geht es um einen möglichen Ausfall des Pre-Collision-Systems (PCS). Die betroffenen Fahrzeuge, in Deutschland der Toyota bZ4X, Corolla, Corolla Cross und Lexus NX, seien mit einem Toyota Safety Sense (TSS) 3.0-System oder Lexus Safety System Plus (LSS +) 3.0 ausgestattet, das eine Fronterkennungskamera zur Erkennung von Objekten für bestimmte Fahrerassistenzfunktionen, einschließlich des PCS, enthält.

„Aufgrund der Programmierung der Fronterkennungskamera-Software besteht die Möglichkeit, dass der Speicher in der Kamera während der Verarbeitung ausfällt, wenn die Zündung ausgeschaltet ist. In diesem Fall wird das PCS beim nächsten Zündstart nicht aktiviert, wodurch Warnleuchten aufleuchten, akustische Signale ertönen und Meldungen im Kombiinstrument angezeigt werden“, so der Sprecher. Würden die Warnungen ignoriert, könne dies das Risiko eines Unfalls erhöhen. Bei uns ist die etwa 45 Minuten dauernde Neuprogrammierung der Fronterkennungskamera für etwa 11.800 Einheiten aus unterschiedlichen Bauzeiträumen zwischen April 2021 und Januar 2024 vorgesehen.

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