Karosserieexperten: schweißen oder löten
Beim Expertenmeeting "Karosserie-Instandsetzung" des »kfz-betrieb« ging es unter anderem um die Behandlung verschieden harter Stahlbleche.
Bereits zum 14. Mal veranstaltete das Branchenmagazin »kfz-betrieb« am Donnerstag in Künzelsau sein Expertenmeeting "Karosserie-Instandsetzung". Diesmal waren die ausgesuchten Experten und hochkarätigen Referenten bei der Firma Würth zu Gast. Im Blickpunkt der Veranstaltung standen die unterschiedlichen Karosseriekonzepte bei Opel und Ford und die damit verbundenen Reparaturmöglichkeiten.
Michael Ebbinghaus von der Fontargen GmbH erläuterte den rund 80 Teilnehmern zunächst die grundsätzlichen Unterschiede zwischen dem Lichtbogen- oder MIG-Löten und dem Schweißen – ein vorangegangener Bericht im »kfz-betrieb« hatte in der Branche eine rege Diskussion ausgelöst. Demnach verzichtet Ford im Reparaturfall auf das MIG-Löten, wohingegen Opel darauf besteht. Ein Grund hierfür ist, dass Opel mehr hochfeste Stähle einsetzt als Ford.
Zwei Spezialisten brachten den Teilnehmer die beiden Karosseriekonzepte näher. Für Ford übernahm diese Aufgabe Jochen Pieper vom Technologie- und Trainingszentrum in Köln, für Opel ergriff Dr. Stefan Gloger das Wort. Beide Referenten stellten die jeweiligen Vorteile der Konzepte dar. In einer lebhaften Diskussion wurde deutlich: Künftig wird keine Organisation auf das MIG-Löten verzichten können.
Auch diesmal gab es im Rahmen des Experten-Meetings einen Praxisteil. Spezialisten der Fontargen GmbH erläuterten den Umgang mit Schwemmzinn bei der Karosseriereparatur, und Vermessungsspezialist Beissbarth behandelte das Thema Achsvermessung. »kfz-betrieb« wird in seiner Spezialausgabe "Karosserie und Lack" (Ausgabe 27/2005) ausgiebig über die Karosseriekonzepte sowie die Ergebnisse der Diskussion berichten.