Karosserieinstandsetzung: Richten oder fügen?

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Die Reparatur von Multimaterialmix-Karosserien könnte einen Trend zurück zum Richtwinkelsatz auslösen, denn der Instandsetzer muss die neuen Bauteile beim Einbau exakt und unverrückbar fixieren.

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Endstation Schrottplatz: Viele Betriebe haben ihre Richtbank zum Alteisen geschoben und setzen auf Kombi-Arbeitsplätze und ein elektronisches Messsystem.
Endstation Schrottplatz: Viele Betriebe haben ihre Richtbank zum Alteisen geschoben und setzen auf Kombi-Arbeitsplätze und ein elektronisches Messsystem.
(Bild: Holz)

Viele Betriebe wollen ihre Karosseriereabteilung schließen oder haben das bereits getan: Aufgrund der zunehmenden Komplexität moderner Karosserien sowie sinkender Margen wegen der Schadensteuerung der Versicherer geraten sie in wirtschaftliche Bedrängnis. Und neben den Investitionen in separate Aluminiumarbeitsplätze sowie teure Testgeräte zur Justage von Fahrerassistenzsystemen stehen in vielen Betrieben auch wegweisende Investitionen bei der Karosserieinstandsetzung an.

Bis vor Kurzem schien die Marschrichtung der technischen Entwicklung noch klar: Die Vorgaben der Fahrzeughersteller bei der Unfallschadenreparatur verbieten es zunehmend, beschädigte Strukturteile rückzuformen und erlauben nur noch den Austausch kompletter Strukturelemente – also weg mit Richtbank und Richtwinkelsatz.