Karosseriereparatur: Herstellervorgaben sind wichtig

Von Konrad Wenz

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Dass die Herstellervorgaben bei einer Karosseriereparatur bindend sein sollten, versteht sich eigentlich von selbst. Doch welche Folgen eine nicht vorschriftsgemäße Arbeit bei einem erneuten Crash haben kann, zeigen die Würzburger Karosserie- und Schadenstage.

Das KTI hat untersucht, wie sich eine Reparatur, die nicht nach Herstellervorgaben durchgeführt wurde, auf die Crashsicherheit auswirkt.(Bild:  KTI)
Das KTI hat untersucht, wie sich eine Reparatur, die nicht nach Herstellervorgaben durchgeführt wurde, auf die Crashsicherheit auswirkt.
(Bild: KTI)

Im Jahr 2017 registrierte die Polizei in Deutschland rund 2,6 Millionen Unfälle. Da ist es sehr wahrscheinlich, dass es einige Autos dabei zum wiederholten Mal getroffen hat. Wenn das Fahrzeug nach dem ersten Unfall nach den Herstellervorgaben repariert worden war, dann müssen sich die Insassen bei einem erneuten Crash keine Sorgen machen – ihr Wagen ist genauso sicher wie im Neuzustand.

Doch was ist, wenn sich der Reparateur bei der Arbeit nicht an die Vorschriften gehalten hat? Das ist ein Thema auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen, die am 13. und 14. April stattfinden. Das Kraftfahrzeugtechnische Institut (KTI) untersuchte im Rahmen des Projektes „Fair Repair“ in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung die Sicherheit reparierter Pkws. Schwerpunktmäßig wurde das Crashverhalten moderner Pkws nach fachgerechter und nicht fachgerechter Karosseriereparatur abgeprüft. Hierfür hat das KTI in Lohfelden Crashversuche mit zwei VW Passat B6 durchgeführt. Bei beiden Fahrzeugen wurde nach einem Erstcrash die verbleibende Verformung gemessen. Danach wurde ein Fahrzeug nach den modellspezifischen Herstellervorgaben repariert und das andere nach alten Vorgaben des Herstellers. Der erneute Crash zeigte deutliche Unterschiede, über die Helge Kiebach vom KTI in Würzburg berichtet und die die Teilnehmer sich an den gecrashten Fahrzeugen selbst anschauen können. Der Karosseriebauer wird erkennen, das die Reparatur am nicht herstellerkonform reparierten Fahrzeug handwerklich gar nicht schlecht gemacht wurde .

Podiumsdiskussion zu Fügetechniken

Zudem erwartet die Teilnehmer am „Karosserietag“, dem 14. April, eine Podiumsdiskussion zu den Fügetechniken bei der Unfallreparatur. Thema ist insbesondere, inwieweit die Klebetechnik künftig das Schweißen ersetzen wird. An der Diskussion beteiligen sich die Fahrzeughersteller BMW und Opel sowie Henkel, Wieländer + Schill und der ZKF.

Am vorgeschalteten „Schadenstag“ befassen sich die Referenten mit den unterschiedlichen Wertbegriffen im Schadengutachten und in der Unfallschadenabwicklung.

Auch in diesem Jahr wird die Veranstaltung von den Sponsoren Adelta Finanz, Automechanika, Carbon, DAT, Dekra und Nexa Autocolor sowie dem Businesspartner Fixauto unterstützt. Neben den Sponsoren begleiten rund 70 weitere Aussteller das Branchenevent. Durch das Programm führen der BVSK-Geschäftsführer Elmar Fuchs und der Chefredakteur der »Fahrzeug + Karosserie«, Konrad Wenz. Weitere Informationen zu der Veranstaltung, den Ausstellern und dem Rahmenprogramm finden Sie online unter www.karosserie-schadenstage.de. Dort können Sie sich auch zum Branchenevent des Jahres 2018 anmelden und erhalten Informationen zur Anreise und zu Hotelkontingenten.

Würzburger Karosserie- und Schadenstage 2017: Neue Lacke und Werkzeuge
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