Karpinski: Familienbetriebe haben Zukunft
Autohäuser in Familienhand haben auch auf den hart umkämpften Metropolmärkten eine Zukunft. Diese These vertrat Mark Karpinski von Auto Schmitt auf den Autovertriebstagen 2015.
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Familiengeführte Autohandelsbetriebe können nach Einschätzung von Mark Karpinski von Auto Schmitt in Frankfurt am Main (VW, Audi, Skoda) auch in Zukunft auf den hart umkämpften Metropolmärkten in Deutschland bestehen. Voraussetzung dafür seien Strategien und Konzepte, um sich im Konkurrenzumfeld mit den Retailbetrieben der Hersteller und mit anderen klassischen Automobilhandelshäusern und -gruppen richtig zu positionieren, sagte Karpinski auf den Autovertriebstagen 2015 in Würzburg. Auto Schmitt beispielsweise habe den Nutzen für den Kunden in den Mittelpunkt seiner Unternehmensstrategie gerückt und sei damit im Rhein-Main-Gebiet erfolgreich, in dem das Unternehmen mit rund 400 Kfz-Betrieben im Wettbewerb steht. „Wir sind der Überzeugung, dass wir auf diese Weise auch in Zukunft Bestand haben werden“, sagte Karpinski.
Die Autovertriebstage wurden veranstaltet von den Magazinen »kfz-betrieb« und »Gebrauchtwagen Praxis« in Zusammenarbeit mit den Premiumpartnern Car Garantie und Santander Consumer Bank. Zu der Veranstaltung waren rund 150 Teilnehmer in das Vogel Convention Center am Verlagssitz Würzburg gekommen.
Karpinski betonte, Auto Schmitt stehe für die Überzeugung, dass Kunden unterm Strich keine Produkte kauften, sondern den Nutzen, den sie aus den Produkten ziehen könnten. Deswegen verfolge das Unternehmen den Ansatz, die Probleme der Kunden zu lösen und damit für diese den größtmöglichen Nutzen zu schaffen. Auf diese Weise erreiche Auto Schmitt auch seine ökonomischen Unternehmensziele.
In der Praxis bietet Auto Schmitt so etwa gewerblichen Servicekunden einen als Kühlfahrzeug umgebauten VW-Transporter als Werkstattersatzwagen an, da der Betrieb eine entsprechende Nachfrage nach solchen Spezialfahrzeugen bei Unternehmen in der Region sehe, sagte der 32-jährige Karpinski, Sohn des amtierenden Präsidenten des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Jürgen Karpinski. Damit könne Auto Schmitt dann auch Werkstattstunden teurer verkaufen als Wettbewerber. Denn das Ersatzfahrzeug stifte einen besonderen Nutzen für die Servicekunden, die permanent auf solche Fahrzeuge angewiesen sind – und damit am Ende auch für das Unternehmen.
Auch im Wettbewerb mit den Retailaktivitäten der Hersteller sieht Karpinski ausreichend Geschäftspotenzial, und das Unternehmen sei mit Blick auf die nötigen Zukunftsinvestitionen gerüstet. Auto Schmitt habe Finanzkraft, auch wenn diese nicht mit der wirtschaftlichen Potenz der Hersteller vergleichbar sei. Standortinvestitionen im mittleren zweistelligen Millionenbereich könne sein Unternehmen anders als ein Automobilkonzern nicht stemmen. Dennoch seien solche Investitionen für das Erscheinungsbild einer Marke im Metropolraum wichtig. Auto Schmitt sehe eine „gemeinschaftliche Gesamtmarktverantwortung“, die sich das Unternehmen mit den Herstellern teile.
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