Umbau der Renault-Spitze Katrin Adt wird Dacia-CEO

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

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Der neue Renault-Chef François Provost stellt erste strategische Weichen und baut die Führungsspitze des Konzerns um. Die bisherige Mercedes-Managerin Katrin Adt wird Dacia-CEO. Außerdem erhält Renault-CEO Fabrice Cambolive eine weitere Funktion.

Katrin Adt steht künftig an der Spitze von Dacia.(Bild:  Renault)
Katrin Adt steht künftig an der Spitze von Dacia.
(Bild: Renault)

Dacia-CEO Denis Le Vot verlässt den Renault-Konzern. Seine Nachfolge übernimmt mit sofortiger Wirkung Kathrin Adt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt.

Adt kommt von Mercedes-Benz, wo sie zuletzt die Unternehmensrevision verantwortete. Zuvor war sie unter anderem als CEO von Mercedes-Benz Own Retail Europe für die Niederlassungen des Herstellers verantwortlich und leitete als CEO die Marke Smart.

Provost will schnellere Entscheidungen

Die Personalie reiht sich in mehrere Veränderungen der Konzernspitze ein. Der neue Renault-CEO, der vor einem Monat Luca de Meo abgelöst hat, stellt damit erste Weichen für die künftige Entwicklung des Konzerns: „Um die bevorstehenden Herausforderungen zu meistern, brauchen wir eine Organisation, die schneller entscheidet, intelligenter handelt und näher an unseren Kunden ist“, wird Provost in der Pressemitteilung des Konzerns zitiert. „Die heutigen Veränderungen in der Führungsspitze bringen talentierte Führungskräfte mit fundierten Branchenkenntnissen, starker Expertise und vor allem interner Glaubwürdigkeit zusammen, um etwas zu bewegen“, so Provost weiter.

Mehr Aufgaben für Fabrice Cambolive

Die neue Dacia-Chefin Katrin Adt berichtet im Rahmen der neuen Organisationsstruktur an Fabrice Cambolive, der zusätzlich zu seiner Rolle als CEO der Marke Renault die neu geschaffene Position des Chief Growth Officer übernimmt.

In dieser Funktion soll der Manager sowohl die Marke Renault als auch die Marke Dacia betreuen. Damit will der Konzern nach eigenen Angaben einen einheitlichen strategischen Ansatz sicherstellen und den Umsatz in allen Märkten steigern. Renault wolle „die Vorteile der Markenidentität und Marktpositionierung jeder Marke voll ausschöpfen und gleichzeitig eine markenbasierte Organisation auf Ebene einer nationalen Vertriebsgesellschaft beibehalten.“ Die Renault Deutschland AG etwa ist für den Vertrieb von Renault, Dacia und Alpine zuständig und dürfte das demnach auch bleiben.

Darüber hinaus soll Cambolive in Zusammenarbeit mit den Finanzdienstleistungen ein „nahtloses Kundenerlebnis“ in den Bereichen Digital, Marketing, Händlernetz, Kundendienst und Renault-eigener Einzelhandel sicherstellen.

Cambolive wird auch die internationale Entwicklung des Konzerns leiten. Dabei habe man Indien, Lateinamerika und Korea als vorrangige Märkte identifiziert.

Philippe Krief konzentriert sich auf Alpine

Die Renault Group hat noch einige weitere Änderungen im Management verkündet: Unter anderem wird Philippe Brunet neuer Chief Technology Officer (CTO). Brunet war bislang als Senior Vice President Powertrain & EV Engineering bei der Elektrosparte Ampere tätig und folgt auf Philippe Krief, der den CTO-Posten zusätzlich zu seiner Rolle als CEO der Marke Alpine innehatte. Künftig wird sich Krief auf Alpine konzentrieren.

Brunet soll als CTO „die nächste Phase der technischen Transformation der Renault Group leiten“. Dabei geht es unter anderem darum, die Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Koordination mit verschiedenen Unternehmensbereichen zu verbessern.

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