Lackierung
(K)ein Fest der Farben?
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Anfangs war die Autowelt grau und schwarz – wie heute auch. Doch trotz dieser Tristesse bleibt Platz für bunte Provokateure.
Trübe, gedeckte Lackierungen liegen heute im Trend. Autos in „Leasing-Grau“ oder „Business-Schwarz“ verkaufen sich besser. Und doch sind es immer wieder bunte Revolutionen. „Wenn man ein Kind bittet, ein Auto zu malen, wird es dafür mit Sicherheit die Farbe Rot benutzen“, erklärte schon Enzo Ferrari, als er Ende der 40er-Jahre mit seinen in Corsa-Rossa lackierten Sportwagen die Tristesse der grau-schwarzen Farbwelt auflockerte.
Es waren vor allem italienische und amerikanische Designer, die bunte Autos wollten und mit hellen Pastelltönen oder Zweifarblackierungen Akzente setzten. Aber auch pflegeleichte, weil staubunempfindliche „Weißware“ blieb bis in die 70er-Jahre beliebt. Knallige Signalfarben wie Orange sollten ab den späten 60ern Sichtbarkeit und Sicherheit bringen, vor allem Dynamiker wie BMW 2002, NSU TT oder Porsche 911 punkteten damit. Bis in die 80er sprach die Autowerbung gezielt Männer an – aber keine Kaufentscheidung ohne Frauen. Demnach entschieden in 80 Prozent der Fälle Frauen über die Farbe des neuen Autos, und die Damen folgten dabei den Modezyklen der Bekleidungsbranche. Speziell die „Colour & Trim Departments“ werden oft von Designerinnen geleitet. Eine Entwicklung, die schon 1953 durch Renault initiiert wurde.
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