Keine Angst vor der Online-Prüfung

Redakteur: Christoph Baeuchle

Neue Wege in der Gesellenprüfung hat der Landesverband Niedersachsen-Bremen auf der Infoveranstaltung aufgezeigt: Die Online-Prüfung spielt künftig eine größere Rolle.

Neue Wege in der Gesellenprüfung hat der Landesverband Niedersachsen-Bremen auf der Infoveranstaltung aufgezeigt. „Wir prüfen die Computertechnik im Auto, arbeiten dort mit Bus-Systemen und Software, aber die Gesellenprüfung über das Thema machen wir mit Bleistift und Papier“, sagte Detlef Schlue von LV Niedersachsen-Bremen.

Für die Gesellenprüfungen der Zukunft sei diese Veranstaltung „eine Zeitenwende, denn der Kollege Computer“ minimiere den Zeitaufwand erheblich, ergänzte Gerhard Hösel. Der LV-Geschäftsführer verwies darauf, dass dieses neue computergestützte Prüfungsverfahren für die Berufe Kfz-Mechatroniker, Kfz-Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik gelten werde. „Wir geben Antworten auf die Fragen der ehrenamtlichen Prüfungskapazitäten der Zukunft“, so Hösel.

Mit der Online-Prüfung beginnt ein neues Zeitalter, die Tricks bleiben allerdings die gleichen. „Geschummelt wir überall und bei einer Online-Prüfung gibt es da noch mehr Möglichkeiten“, so ZDK-Mann Joachim Syha. Er warnte aber vor überbetriebenen Befürchtungen: „Keine Angst vor der Online-Prüfung, es darf kein Hobby-Administrator das System betreuen – da muss man professionell sein.“

Online-Prüfung zur Demo

Wie es funktionieren kann, zeigte Marco Hilger vom ZDK. Er legte eine Online-Prüfung ab – zur Demonstration: „Das System überwacht die Prüfungszeit und weist den Prüfling fünf Minuten vor Prüfungsende auf den Schluss hin.“

Doch der digitale Kollege stößt nicht bei allen auf Zustimmung. Bei den weiteren Prüfungen soll nun genau darauf geachtet werden, welchen Verbesserungsbedarf es noch gibt. Zunächst gilt es, auf dem neuen Feld noch Erfahrungen zu sammeln.

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