Keine Rabatte auf Ersatzteile

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk appelliert an die Karosserie- und Lack-Betriebe, auf Ersatzteile keine Nachlässe zu gewähren – auch nicht vor dem Hintergrund des wachsenden Wettbewerbs.

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ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk hat auf dem zum dritten Mal durchgeführten Expertentag für Karosserie und Lack des Landesverband Hessen vor unbedachter Rabatt-Schleuderei im Werkstattgeschäft gewarnt. „Der Unfallreparaturmarkt geht zurück“, verdeutlichte der Bundesinnungsmeister den Branchenvertretern in Kassel. Als Gründe für diese Marktentwicklung führte er unter anderem Restwertbörsen und Fahrerassistenzsysteme an und als Folge einen wachsenden Wettbewerb der Betriebe.

Die Schadensteuerung und der Streit um Stundenverrechnungssätze seien weitere Entwicklungen, die sich negativ auf den Markt auswirkten so Hülsdonk. Dass Versicherungen aufgrund dieser Situation nun auch in das Teilegeschäft einsteigen, ist für Hülsdonk eine besonders kritische Entwicklung. „Geben Sie keine Rabatte auf Ersatzteile“, appellierte er in diesem Zusammenhang an die Teilnehmer der Tagung.

BVSK-Geschäftsführer Elmar Fuchs riet den Anwesenden genau zu prüfen, wie sich durch Versicherungen gesteuerte Schäden auf das Geschäftsergebnis des Betriebs auswirken. Zudem kündigte er ein für Kfz-Betriebe zunächst kostenloses Anwaltsnetzwerk an, dass den Betrieben bei der Unfallschadenabwicklung helfen solle.

Technische Vorträge hatten die Referenten Michael Zierau, ZDK („Künftige Karosserieinstandsetzung bei BMW“) und Uwe Schmorte, KTI („Moderne Werkstoffe“) im Gepäck. Der technische Trainer im Volkswagenkonzern, Volker Stolpmann, erläuterte die sach- und fachgerechte Instandsetzung von höchstfesten Stählen in den Fahrzeugen des Wolfsburger Herstellers und Torsten Spidal von BASF Coatings zeigte auf, wie der Lackierer schnell und sicher zum richtigen Farbton gelangt.

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