Kennzahlen im GW-Geschäft trüben sich ein
Die auf Mobile.de gehandelten Fahrzeuge standen im ersten Quartal 2017 länger als im Vorjahreszeitraum, hatten im Durchschnitt ein höheres Alter und mehr Kilometer auf den Tachos als 2016.

Im ersten Quartal 2017 wurden auf Mobile.de neun Prozent mehr Fahrzeuge offeriert als im Vorjahreszeitraum. Trotz des gestiegenen Angebots blieben Gebrauchte länger auf den Höfen: Mit durchschnittlich 93 Standtagen verkauften sie sich segmentübergreifend deutlich langsamer als 2016 (+6,0 Prozent). Oberklassefahrzeuge gehörten laut dem monatlich erhobenen Automarkt-Report von Mobile.de mit durchschnittlich 104 Standtagen zu den Langstehern. Das entspricht einer Steigerung um sieben Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2016.
Die Gebrauchten blieben in den ersten drei Monaten des neuen Jahres nicht nur länger stehen, sondern sie waren auch einen Monat älter als die im Vorjahreszeitraum angebotenen Fahrzeuge. Zu den Spitzenreitern zählten dabei Modelle des Volumensegments Kompaktklasse mit einem Durchschnittsalter von 41 Monaten. Damit waren sie um 3,2 Prozent älter als im Vorjahreszeitraum. Etwas jünger waren Vans mit 40 Monaten (-1,6 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2016). Jüngstes Segment blieben nach wie vor die SUV mit einem Durchschnittsalter von 33 Monaten (+2,8 Prozent).
Zur längeren Standzeit und dem höheren Durchschnittsalter kamen erschwerend noch mehr Kilometer auf den Tachos hinzu. So lag die Laufleistung der auf Mobile.de angebotenen Gebrauchten 0,5 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Konkret: Im ersten Quartal 2017 waren Gebrauchte im Schnitt 42 Monate alt und hatten im Mittel 54.288 Kilometer auf der Uhr. Die geringste durchschnittliche Kilometerlaufleistung fand sich mit 38.386 Kilometern bei den Minis, die damit aber 3,4 Prozent länger gelaufen waren als die vergleichbaren Gebrauchten im ersten Quartal 2016. Am meisten auf dem Tacho hatten Fahrzeuge der oberen Mittelklasse (77.439 Kilometer).
Trotz der guten Konjunktur erfolgte der Abverkauf von Januar bis März etwas schleppender als vor einem Jahr. Nach Ansicht von Torsten Wesche, Leiter Händlervertrieb bei Mobile.de, finden die meisten Verbraucher die aktuelle Fahrzeugvielfalt zwar gut, aber der Autokauf an sich sei immer noch zu kompliziert: „Händler können vor allem dann punkten, wenn sie Orientierung geben, einen guten Service bieten und Abläufe vereinfachen. Über maßgeschneiderte Serviceangebote können sich Autohäuser zudem von ihren Wettbewerbern abheben.“
Die Onlineplattform hat für ihre Untersuchung ausschließlich in Deutschland angebotene, unfallfreie Fahrzeuge berücksichtigt, mit einer Laufleistung zwischen 1.000 und 200.000 Kilometern und einem Alter von höchstens zehn Jahren.
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