München Ketterle läßt Maserati strahlen

Von Jens Rehberg 3 min Lesedauer

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Der Augsburger Luxusauto-Spezialist Ketterle hat für Maserati in München viel Geld in die Hand genommen. Der Händler setzt für seinen spektakulären Schauraum auf die Anziehungskraft eines „Zentrums für Fahrkultur“.

Gerade fertiggestellter Ketterle-Schauraum in der Münchner „Motorworld“. (Bild:  Maserati)
Gerade fertiggestellter Ketterle-Schauraum in der Münchner „Motorworld“.
(Bild: Maserati)

Das Autohaus Ketterle repräsentiert das italienische Luxusfabrikat ab sofort in einem neu gestalteten Verkaufs- und Servicestandort in der „Motorworld“ an der A9 im Münchner Norden. Laut dem geschäftsführenden Gesellschafter Florian Ketterle nahmen Planung und Umbau der insgesamt 530 Quadratmeter großen Fläche über ein Jahr in Anspruch.

Die neue CI-Stufe von Maserati ist vergleichsweise aufwändig. LED-Displays, Lichtkonzept, Beduftung, Audiovisuelle Effekte und noble Möbel – die Lieferanten für die teils extravaganten Elemente sind laut Ketterle europaweit verstreut. Die Installation der einzelnen Komponenten mit den jeweils notwendigen lokalen Gewerken vor Ort zu koordinieren, sei eine sehr große Herausforderung gewesen, sagt der Händler.

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Die Höhe der Investition sei dementsprechend „beträchtlich“, so Ketterle – pro Quadratmeter könne man für die Umsetzung der neuen Maserati-CI mit circa 2.000 Euro rechnen. Der in der vergangenen Woche fertiggestellte Schauraum hat eine Fläche von 330 Quadratmetern, es schließen sich 200 Quadratmeter Werkstattfläche an. Acht Angestellte setzt Ketterle in der Münchner Motorworld ein, weitere werden noch gesucht.

Der Importeur freut sich natürlich über das Engagement seines langjährigen Vertriebspartners: „Die Neueröffnung ist ein wichtiger Schritt bei der aktiven Umsetzung unserer bevorstehenden Modelloffensive, gerade auch in Bezug auf unsere vollelektrischen Fahrzeuge“, heißt es in einer aktuellen Presseerklärung.

Ab 2025 will Maserati jedes seiner Modelle mit einer elektrifizierten Variante ausgestattet haben.

Für Ketterle muss sich die jetzt getätigte Investition lohnen. Dafür plant der Händler zunächst, seinen bisherigen Jahresabsatz an dem neuen Standort zu halten. 2022 verkaufte Ketterle an seinen beiden Maserati-Betrieben in München und in Augsburg über 100 Neufahrzeuge. Dazu kam ein Viertel dieses Volumens an Gebrauchtfahrzeugen. Mit der italienischen Marke setzte Ketterle im vergangenen Jahr insgesamt 15,2 Millionen Euro um. In seiner Filiale in Memmingen vermarktet der Händler zudem Aston Martin.

„Zwar fallen Ghibli und Quattroporte grade raus“, sagt Florian Ketterle, dafür biete der Grecale aber große Chancen. Mit einem Einstiegspreis von 73.000 Euro könne man mit dem neuen SUV eine ganz neue Kundschaft erreichen, das sei eine gute Basis für künftige Zuwächse.

Zwischenspiel von Emil Frey

Seit 2008 ist das Autohaus Ketterle vertraglich mit Maserati verbunden – in München seit 2013 – damals mit einem Betrieb in der Dachauer Straße. Zwischenzeitlich gab es mit Emil Frey einen zweiten Maserati-Händler in München. Die Autohandelsgruppe betrieb für den Importeur einen Flagship-Store am Odeonsplatz, zog den Verkauf jedoch 2018 in die Moosacher Straße am Olympiapark um. 2019 gab Emil Frey dieses Geschäft an Ketterle ab. Die Augsburger wiederum zogen damit im vergangenen Herbst in die Motorworld ein.

Den Markenschauraum am Odeonsplatz betrieb zuletzt der Importeur selber. Obwohl dem Fabrikat eine stärkere Präsenz der Marke hierzulande nicht schaden würde, sperrte Maserati Deutschland den Standort Ende letzten Jahres zu – man habe die neue CI in dem denkmalgeschützten Gebäude nicht umsetzen können.

Freizeitpark für Motorenfreunde

Seit zwei Jahren gibt es die Motorworld in München. Deutschlandweit haben mittlerweile sechs dieser Fanmeilen für Auto-Nerds und Biker eröffnet. Die Münchner Filiale beherbergt aktuell 13 Fahrzeuglabels sowie einige Dienstleister. Gastronomie und Konferenzräume sind ebenfalls vorhanden.

Die Auto-Mall dehnt sich auf einer Fläche von 75.000 Quadratmetern auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerkes der Deutschen Bahn in Freimann aus. Herzstück der Anlage ist die unter Denkmalschutz stehende Lokhalle, eine der größten freitragenden, historischen Stahltragwerkshallen Europas.
Das Maserati-Partnernetz umfasste zum Jahreswechsel in Deutschland 24 Verkaufs- und 3 reine Servicestützpunkte – insgesamt 3 Stützpunkte weniger als noch zwei Jahre zuvor.

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