Tarifeinigung in Schleswig-Holstein Kfz-Beschäftigte erhalten mehr Geld und freie Tage

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Das Ergebnis dürfte Signalwirkung für alle haben: In Schleswig-Holstein einigten sich die Verhandlungsführer auf einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Kfz-Branche. Es gibt mehr Lohn und Freizeit.

In der Automobilindustrie kommt es in der aktuellen Tarifrunde zu ersten Warnstreiks.(Bild:  IG Metall)
In der Automobilindustrie kommt es in der aktuellen Tarifrunde zu ersten Warnstreiks.
(Bild: IG Metall)

Im Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein haben sich die Tarifgemeinschaft des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein und die IG Metall Küste am 7. Mai 2025 auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt. Die Löhne und Gehälter steigen in zwei Schritten: Zum 1. Juli 2025 um 2,3 Prozent und zum 1. August 2026 um weitere 3,3 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 26 Monaten.

Auch Auszubildende profitieren: Ihre Vergütungen erhöhen sich ab Juli 2025 um 80 Euro monatlich, ab August 2026 folgt eine weitere Steigerung um 3,3 Prozent. Zusätzlich können Beschäftigte ab 2026 bis zu fünf zusätzliche freie Tage pro Jahr erhalten, wenn sie dafür einen Teil ihres Entgelts umwandeln. Die Details dazu sind in einem separaten Tarifvertrag geregelt.

Die IG Metall hatte für die Tarifrunde im Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein 6,5 Prozent mehr Lohn sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 170 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich wurde eine Entlastungskomponente für die Beschäftigten in Form von zusätzlichen freien Tagen verlangt.

Die Tarifgemeinschaft des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein betont, dass der Abschluss in enger Abstimmung mit der Bundesebene erfolgte und eine tragfähige Lösung für die Betriebe darstelle. Diese Einigung dürfte für das gesamte Kfz-Gewerbe Signalwirkung haben, wo die Gespräche zu einem neuen Tarifvertrag noch laufen. Unter anderem in Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg waren zuletzt Beschäftigte aus Kfz-Betrieben aus Protest auf die Straße gegangen und hatten ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt.

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