»kfz-betrieb« Auto-Check: Hyundai i30 Kombi

Seite: 2/2

Was dagegen heutzutage Standard sein sollte, klappt beim i30 nicht ganz so reibungslos: Die Koppelung des Smartphones mit dem Radio-Navigationssystem. Letzteres hat sowohl Android Auto als auch Apple Carplay integriert, sodass die Sache eigentlich recht einfach zu handeln sein sollte. Doch das Problem fängt schon mit der Suche nach dem Knopf, der Taste oder dem Schalter mit dem Telefonsymbol an: Den gibt es nämlich nicht. Erst wenn man sich am schwebenden 8-Zoll-Touchscreen ins Menü einwählt, tauchen die entsprechenden Wahlmöglichkeiten auf.

Nun wird man dem Hyundai i30 nicht gerecht, wenn man ihn auf die genannten Kritikpunkte reduziert. Das Auto, das der Redaktion als Testfahrzeug in der Ausstattungslinie „Premium“ und als Diesel mit 81 kW (110 PS) sowie 6-Gang-Schaltgetriebe zur Verfügung gestellt wurde, ist ein kleines Raumwunder. Ein Gepäckraumordnungssystem, das ab Ausstattungslinie Premium serienmäßig eingebaut und auf Schienen gelagert ist, fixiert Gegenstände im Kofferraum.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 13 Bildern

Dessen Volumen beginnt bei 602 Liter, was 74 Liter oder 14 Prozent mehr sind als beim Vorgängermodell. Klappt man die Rücksitzlehnen um, wächst das Ladevolumen des Kombis noch einmal um über 1.000 auf 1.650 Liter. Das Plus im Kofferraum geht zurück auf die um zehn Zentimeter längere Karosserie des aktuellen Modells.

Was sehr angenehm auffällt, ist das umfangreiche Sortiment an serienmäßig eingebauten Unterstützungssystemen. Neben dem bereits angesprochenen Spurhalteassistenten sind das zum Beispiel die City-Notbremsfunktion, die bei Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h auslöst, die Berganfahrhilfe, der Fernlichtassistent sowie der Aufmerksamkeitsassistent, der bei Anzeichen von Ermüdung optisch und akustisch zu einer Pause rät.

In der Premium-Linie kommen eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (nur in Kombination mit einem Doppelkupplungsgetriebe), ein autonomer Notbremsassistent, die Verkehrszeichenerkennung sowie Querverkehrswarner, Totwinkel-Assistent und etliche weitere Unterstützer hinzu. Ebenfalls bei der Premium-Version gibt es auf Wunsch ein Lederpaket mit belüfteten Sitzen vorne sowie eine Memoryfunktion für Fahrersitze und Außenspiegel.

Je nach Ausstattungslinie halten die Südkoreaner außerdem Innovationen bereit wie eine Smartphone-Ablage mit kabelloser Ladefunktion nach dem Qi-Standard, eine Rückfahrkamera, Einparkhilfen vorne und hinten, Regensensor, Smart-Key-System, 2-Zonen-Klimaautomatik oder ein Panorama-Glasschiebedach.

Unterm Strich ist der i30 Kombi in der Testversion, die »kfz-betrieb« zur Verfügung stand, ein mit kombiniert 3,8 l/100 km spritsparendes und mit 99 g/km CO2 schadstoffarmes (Effizienzklasse A+) Raumwunder. Aufgrund der coupéhaft abfallenden Dachlinie und seines Preises von rund 29.000 Euro kann es durchaus als Shooting Brake des kleinen Mannes bezeichnet werden. Der hohe Fahrgeräusch-Pegel im Innenraum trübt die Freude jedoch ebenso wie jene Systeme, die den Fahrer eigentlich unterstützen sollen, jedoch nur umständlich bedienbar sind oder suboptimal funktionieren.

(ID:44939740)