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An der Quadratur des Kreises, dem vierten „S“ für sparsam, ist das Entwicklungsteam dann doch gescheitert. Der GT ist bei moderater bis flotter Fahrweise durchaus kein Säufer – der Verbrauch geht für das Fahrzeuggewicht und die Fahrleistungen in Ordnung. Der durch die flachste Silhouette seiner Klasse genährten Erwartungshaltung wird er bei zügiger Autobahn- und Landstraßenfahrt jedoch nicht gerecht.
Kia hat dem Proceed GT zwar ein „AMS“ getauftes Energieregeneratiossystem (Alternator Management System) unter die Haube gepackt. Die Lichtmaschine rekuperiert damit beim Verzögern Energie und lädt so die Fahrzeugbatterie – manch anderer Hersteller schmückt sich dafür mit dem Energieeinsparung verheißenden Begriff Mildhybrid. Die tatsächlich daraus resultierende Verbrauchsreduzierung dürfte aber rein homöopathischer Natur sein. Immerhin scheint Kia für den Proceed ein vollwertiges 48-Volt-Hybridsystem in der Pipeline zu haben. Das könnte dann auch den doch recht hohen Spritkonsum in der Stadt zügeln.
„Gibt’s nicht“ gibt’s hier nicht
Kia hat beim Proceed GT außergewöhnlich tief in die Ausstattungskiste gegriffen. LED-Scheinwerfer, Audiosystem mit Touchscreen, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Frontkollisionswarner mit Notbremsassistent, Querverkehrwarner und Fernlichtassistent sind bei vielen Wettbewerbern schon Teil der Aufpreisliste. Hier gibt es für den Einstiegspreis von 31.190 Euro für den Handschalter noch kostenlos eine ganze Sahnehaube an Extras obendrauf, von denen die Käufer vieler Konkurrenzprodukte nicht mal träumen dürfen.
Der GT-Besitzer darf sich über ein intelligentes Parksystem und eine induktive Smartphone-Ladestation freuen. Frontscheibe, Lenkrad und Frontsitze sind beheizbar, diese Kombination macht den Start in einen eisigen Wintertag zum Vergnügen. Gönnt sich der Fahrer eine Sitz-Memory-Funktion, gibt es auch für die zwei äußeren Fondpassagiere wärmendes Gestühl dazu. Die restliche Aufpreisliste ist kurz: Glasdach, ein umfangreicheres Navigations- und Soundpaket, Metalliclacke, das war’s auch schon fast. Warum Kia allerdings für eine hochwertige Zusatzkonservierung für Motorraum und Fahrzeugboden 110 Euro verlangt, muss man nicht verstehen.
Was bleibt als Fazit? Der Proceed ist keinesfalls ein CLA für Arme: Ohne polarisierende Markenbrille wird dem Betrachter blitzschnell klar, was für ein vorzügliches Stück Technik die Koreaner hier unterm Strich abgeliefert haben.
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