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Der Testwagen kam in der Variante Sports-Line in die Redaktion, die nicht nur das angesprochene Head-up-Display enthält, sondern auch ein wohltönendes Bose-Soundsystem, ein schlüsselloses Zugangssystem, einen Spurwechselassistenten und viele weitere Goodies. Nur für diese Ausstattungsvariante ist zudem das sogenannte Technik-Paket zu haben, das Fahrerassistenzsysteme wie den adaptiven Tempomaten mit Notbremsfunktion und den Spurhalteassistent enthält.
Es stimmt: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen
Während der Einfluss europäischer Marken auf das Innenraumkonzept des Mazda 3 unverkennbar ist, könnte der Unterschied beim Antrieb größer nicht sein. Hier geht der japanische Hersteller mit seiner Skyactiv-Technik einen eigenen Weg, der bei den Ottomotoren durch den Verzicht auf den Turbolader, einen vergleichsweise großen Hubraum und extrem hohe Verdichtung gekennzeichnet ist. Anti-Downsizing also.
Mit einer Leistung von 88 kW/120 PS und gut 210 Newtonmeter Drehmoment ist man in der Kompaktklasse vollkommen ausreichend motorisiert. Während den meisten Konkurrenten für vergleichbare Werte aber ein Hubraum von 1,0 (Ford) bis 1,4 Liter (VW) ausreicht, bemüht Mazda einen zwei Liter großen Vierzylinder. Allerdings spart sich das Unternehmen dadurch die teuren Komponenten Turbolader und Ladeluftkühler.
Das Skyactiv-Prinzip funktioniert
Den wuchtigen Schub aus niedrigen Drehzahlen, der die Konkurrenzaggregate auszeichnet, kann der Skyactiv-Motor nicht bieten, untermotorisiert fühlt man sich im Mazda 3 aber auch nicht. Im Ergebnis fährt man wieder etwas höhertourig und genießt dabei die gute Drehfreude und den schönen Klang des Aggregats. Mit 8,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h ist der Viertürer sogar richtig flott.
Und der Verbrauch? Mit der hohen Verdichtung geht ein guter thermischer Wirkungsgrad einher, und zudem fehlt der Abgasgegendruck des Turboladers. Der Durchschnittsverbrauch im Testbetrieb von rund sieben Litern liegt exakt auf dem Niveau eines VW Golf 1,4 TSI.
Der ADAC hat in seinem Ecotest einen Wert von 5,1 Litern ermittelt, während die turbogeladenen Konkurrenten Skoda Octavia 1,2 TSI 5,4, Opel Astra 1.4 Turbo 5,9 und Renault Mégane TCE 130 6,0 Liter benötigten. Das Skyactiv-Konzept geht also auf.
Auch wenn die Stufenheckvariante auf dem deutschen Markt nur eine Nebenrolle spielen dürfte, ist Mazda mit dem neuer 3er ein guter Wurf gelungen. Elegantes Design, gute Verarbeitung, eine zumindest in der höchsten Ausstattungsvariante vorbildliche Sicherheitsausstattung und ein sparsamer, drehfreudiger Motor zeichnen den Kompakten aus. Was will man mehr.
Der Grundpreis des 3ers beträgt 17.490 Euro. Die Limousine kostet mindestens 20.990 Euro, in der getesteten Sports-Line sogar ab 23.990 Euro.
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