»kfz-betrieb« Auto-Check: Mazda CX-5 – SUVeräne Begleitung

Seite: 2/2

Firma zum Thema

Das verleitet mich dann auch recht schnell dazu, den Mazda eher zu treten als mit ihm sanft durch die mainfränkische Weingegend zu rollen. Die Retourkutsche dafür erhalte ich an der Tankstelle. Hatte sich der Durchschnittsverbrauch beim anfangs noch gemäßigten Fahrstil bei etwa 7,5 Litern eingependelt, kletterte er nach und nach über die 8-Liter-Grenze. Aber was habe ich auch nach einigen Vollgas-Kilometern und zahlreichen rasanten Kurvenfahrten, die das Auto dank des Allradantriebs im Testwagen souverän gemeistert hat, anderes erwartet?

Gut gefallen hat mir bei meiner Ausfahrt das Head-up-Display, das es im neuen CX-5 erstmals optional gibt. Beispielsweise reagiert es zügig auf sich ändernde Geschwindigkeitsbegrenzungen. Oder es holt mich beim Test des Spurhalteassistenten rechtzeitig zurück in die Realität. Der greift so elegant ein, als ich die Hände vom Lenkrad nehme, dass ich sie einfach weiter weg vom Steuer lasse. Doch da wir noch ein ganzes Stück vom vollautonomen Fahren entfernt sind, ermahnt mich mein Begleiter mit einem nervösen Signalton und einem blinkenden Hinweis im Head-up-Display, doch bitte wieder selbst die Kontrolle zu übernehmen. Und als er dann merklich seine Roboterunterstützung einstellt – nach dem Hinweis hält das Auto die Fahrspuren nicht mehr selbstständig –, habe ich diese Warnung auch verstanden und umgesetzt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 23 Bildern

Wenn ich mit Alltags-SUV-Fahrern rede, entbrennt meist eine Diskussion zum Thema Platzangebot. Als Crossover-Verächter führe ich dann meist ins Feld, dass die Autos zwar groß aussehen, innen diesem Schein aber kaum gerecht werden. Und wie ist das beim CX-5? Das Platzangebot auf der Rückbank ist mittelmäßig, für große Mitfahrer könnte es auf Dauer ungemütlich werden. Wird die hintere Reihe nicht für Passagiere benötigt, lässt sie sich dreigeteilt umlegen. Das macht den CX-5 sehr variabel einsetzbar. Das im Normalzustand schon üppige Kofferraumvolumen von 506 Litern lässt sich so auf bis zu 1.620 Liter erweitern. In diesem Fall stimmt das Platzangebot also definitiv.

Bleibt nach dem gemeinsamen Wochenende abschließend noch die Frage zu klären, wie mein Fazit zum CX-5 trotz allgemeiner Anti-SUV-Haltung ausfällt. Tatsächlich habe ich an dem Auto wenig auszusetzen. Die Optik ist super, auch innen fühlt man sich im Japaner wohl. Weniger toll waren der etwas zu hohe Verbrauch und die Ungeduld bei niedrigen Geschwindigkeiten. Der Preis des vollausgestatteten Testwagens lag übrigens bei 41.980 Euro.

Insgesamt kann man sagen, dass Mazda mit dem neuen CX-5 vieles richtig gemacht hat. Das Auto passt voll in den aktuellen SUV-Trend und bietet an einigen Stellen Premium-Feeling, ohne komplett in die teils unverschämten Preisregionen der Premium-Konkurrenz vorzudringen. Den Mazda-Kunden hierzulande scheint es sowieso zu gefallen: Mit 11.904 neu zugelassenen Einheiten machte der CX-5 zwischen Januar und August 2017 mehr als ein Viertel des Gesamtabsatzes von Mazda in Deutschland aus.

(ID:44883820)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility