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»kfz-betrieb« Auto-Check: Mazda CX-5 – SUVeräne Begleitung

Autor: Christoph Seyerlein

Da der SUV-Boom in Deutschland ständig neue Höhen erklimmt, gewinnt der Mazda CX-5 hierzulande immer mehr an Bedeutung für die Japaner. Eine Testfahrt zeigt: Mit diesem Druck kann das Auto bestens umgehen.

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Der CX-5 ist Mazdas Bestseller in Deutschland.
Der CX-5 ist Mazdas Bestseller in Deutschland.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Ich muss gestehen: Ein großer Freund von SUVs war ich noch nie. Zu unhandlich und klobig, zu durstig, zu teuer, und ja, auch zu protzig sind mir die Hochbeiner zumeist. Damit bin ich in Deutschland ein ziemlicher Außenseiter, erfreuen sich die Crossover doch immer weiter steigender Beliebtheit. Verstehen kann ich das aus den bereits genannten Gründen kaum. Entsprechend harte Überzeugungsarbeit hatte der Mazda CX-5 zu leisten, als er sich vor Kurzem als meine Wochenendbegleitung bei mir vorstellte.

Die ersten Punkte sammelte das Modell direkt beim vorsichtigen Kennenlernen. Jeder kennt das aus dem alltäglichen Leben: Die Optik ist auf lange Sicht gesehen nicht so wichtig, doch im ersten Moment entscheidet sie über ein grundsätzliches Interesse aneinander. Und genau das hat der Mazda CX-5 bei mir geweckt, da er einfach verdammt gut aussieht.

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Die ultraschmalen LED-Scheinwerfer strahlen in Verbindung mit dem flachen Grill eine Dynamik aus, die ich sonst oft bei SUVs rein äußerlich vermisse. Auch die Linienführung ist den Japanern aus meiner Sicht hervorragend gelungen. Die Designer haben die A-Säule in der zweiten Generation im Vergleich zum Vorgänger um 3,5 Zentimeter nach hinten verlegt. Dadurch und durch den steiler angestellten Grill konnten sie die Motorhaube verlängern und das Auto so optisch strecken. Klobiges Aussehen? Diesen Punkt kann ich beim CX-5 schon mal von meiner SUV-Vorurteilsliste streichen.

Meine Neugierde ist also erwacht, nun will ich mehr vom Mazda erfahren. Nur gut aussehen reicht auf Dauer wie erwähnt ja nicht aus. Soll er mir auch weiter sympathisch bleiben, müssen auch die inneren Werte stimmen. Bevor das Auto mir mehr von sich verrät, will es jedoch zunächst noch einmal mit der eigenen Schale punkten. Und das sieht dann so aus: Das Cockpit strahlt mit seinen Chromumrandungen, dem Klavierlack auf der Mittelkonsole und der allgemein hohen Materialanmutung Premiumcharakter aus.

Die Ledersitze im Testwagen sind bequem, der Seitenhalt sehr gut. Was für ein Unterhaltungskünstler der CX-5 ist, erfahre ich über einen sieben Zoll großen freistehenden Bildschirm auf dem Armaturenbrett. Smartphone-Kopplung, Navigation, Assistenzsysteme und Co. lassen sich entweder über Tasten am Lenkrad, einen Dreh-Drücksteller in der Mittelkonsole, per Sprachbedienung oder Touchscreen ansteuern. Hier kann sich wirklich jeder aussuchen, welches Bediensystem ihm am liebsten ist. Gefällt mir.

Kein hochbeiniger Stadt-Wusler

Damit der CX-5-Testwagen mit seinem 175 PS starken 2,2-Liter-Skyactiv-Diesel nun auch endlich sein Temperament zeigen kann, drücke ich auf den Start-Knopf. Relativ schnell wird klar: Die Innenstadt ist – ganz SUV-typisch – nicht das Metier des Japaners. Im durch Baustellen, Ampeln und Samstags-Verkehr verursachten Stop-and-Go fühlt sich der CX-5 unwohl, bei niedrigen Geschwindigkeiten ist aus Motorraum deutlich ein genervtes Diesel-Nageln zu vernehmen. Allgemein wirkt das SUV bei ständigen Wechseln zwischen den ersten drei Gängen etwas ruckelig.

Sobald wir den Innenstadtdschungel hinter uns gelassen haben, ist das Auto aber in seinem Element. Ob auf Landstraße oder Autobahn – hier verrichtet der Diesel wunderbar ruhig seine Arbeit. Die 175 PS reichen auch vollkommen aus, um dem Fahrzeug einen spritzigen Antritt zu verleihen.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«