»kfz-betrieb« Auto-Check: Mitsubishi Eclipse Cross – Jein!

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Motor und Getriebe überzeugen nicht vollends

Angetrieben wird der Eclipse Cross von einem 1,5-Liter-Benziner mit Turboaufladung. Das Aggregat entwickelt 163 PS und schickt, wie bei unserem Testwagen, 250 Newtonmeter auf alle vier Räder. Das SAWC-System (Super All Wheel Control) verteilt die Kraft übrigens nicht nur auf die vorderen und hinteren Räder, sondern auch auf die linke und rechte Seite. Die Motorleistung sorgt zu jeder Zeit für ausreichend Vortrieb, wirklich sportlich lässt sich das Japan-SUV aber nicht bewegen. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 9,8 Sekunden – bei 200 km/h ist dann Schluss. Dabei wird es aber bereits jenseits der 140 km/h aufgrund der Geräuschentwicklung im Wagen relativ laut.

Dass sich der Eclipse eher zäh bewegen lässt, dürfte nicht zuletzt am verbauten CVT-Getriebe unseres Testwagens gelegen haben. Zwar ist das Getriebe durchaus vernünftig abgestimmt, der Motor heult aber unter Last ab und an auf und kann die 163 PS gefühlt nicht wirklich mobilisieren. Dabei ist die Gangwahl der Automatik nicht immer nachvollziehbar und ein präzises „Schalten“ mit dem Druck aufs Gaspedal kaum möglich. Hier sollte man bei der Probefahrt auf jeden Fall das manuelle Sechsganggetriebe testen, muss im Fall eines Kaufs dann aber auf den Allradantrieb verzichten.

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Die Kombination aus der Karosserieform, dem Getriebe und dem Turbomotor, der mit entsprechender Drehzahl bei Laune gehalten werden will, fordern an der Zapfsäule dann ihren Tribut. Je nach gefahrener Strecke, vom morgendlichen Pendelverkehr über die Landstraße bis hin zur 700-Kilometer-Langstrecke, lag der Verbrauch bei unserem Test zwischen 8,5 und 12 Litern – gerade mit Blick auf die Fahrleistungen des Fahrzeugs ein zu hoher Wert. Abhilfe kann hier die Dieselvariante schaffen, die im Lauf dieses Jahres kommen soll. Fraglich ist, warum der Eclipse Cross nicht als Plug-in-Hybrid angeboten wird – ein entsprechender Antriebsstrang steht ja im großen Bruder Outlander zur Verfügung.

Nebenbei war die Tankanzeige gelegentlich unpräzise. Nach dem Volltanken zeigte sie erst nach ein paar Kilometern den korrekten Füllstand an, und auch während der Fahrt sprang die Anzeige ab und an zwischen zwei Füllständen hin und her.

Das Fahrwerk des Eclipse Cross ist angenehm weich und bequem und macht das Fahrzeug eher zu einem gemütlichen Cruiser als zu einem Sportler. Dieses Gefühl wird von der ausreichend direkten Lenkung, die in einigen Fahrsituationen noch präziser sein könnte, unterstrichen. Heftigere Unebenheiten auf der Straße dringen trotz der sanften Fahrwerksabstimmung spürbar durch die Karosserie.

Fazit: Gespaltenes Bild

Insgesamt bleibt vom Mitsubishi Eclipse Cross ein gespaltenes Bild zurück. Auf der einen Seite überzeugt der Japaner mit einem großzügigen und komfortablen Innenraum, solider Verarbeitung, einem attraktiven Einstiegspreis (ab 21.990 Euro) in das SUV-Segment und abseits der Basisvariante mit vielen serienmäßigen Extras sowie einem kantigen Design, mit dem man sich von der Masse abheben kann. Auf der anderen Seite patzen vor allem die Getriebe-Motoren-Kombination und der daraus resultierende Verbrauch und das altbackene Infotainmentsystem. Letzteres resultiert wahrscheinlich daraus, dass der Eclipse Cross in Japan bereits seit 2012 auf dem Markt ist.

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