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»kfz-betrieb« Auto-Check: Volvo V90 Cross Country Ocean Race

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Manch einer verzichtet eventuell auf das Klangerlebnis und den Panoramablick gen Himmel. Keinesfalls einsparen sollte man das Luftfahrwerk an der Hinterachse. Die elektronische Fahrwerksregelung überwacht permanent den Fahrzustand und passt die Abstimmung der Stoßdämpfer der aktuellen Fahrsituation und der Geschwindigkeit an. Nicht zu vernachlässigen ist dabei der jeweilige Beladungszustand des Koffer- bzw. Innenraums. Schließlich gehen in das variable Gepäckabteil jede Menge Utensilien rein. Bei aufgestellten Rücksitzlehnen bietet der Kofferraum 560 Liter Ladevolumen. Beim Umlegen der im Verhältnis 60 zu 40 geteilten Rückenlehne entsteht ein Ladevolumen von bis zu 1.526 Litern.

Sehr schön ist die auch dann vollständig ebene Ladefläche. Das Umklappen der Rücksitzlehnen erfolgt in der Ocean-Race-Edition elektrisch über Schalter im Kofferraum. Unter dem Gepäckraumboden befindet sich zudem ein Fach, in dem sich kleinere Gegenstände verstauen lassen. Sehr praktisch sind die besondere Beschichtung des Ladebodens und die darin integrierten Metallschienen. So lassen sich Koffer, Taschen und Kisten leicht verschieben. Zudem gibt es seitliche Netztaschen, ein Trennnetz und vier Sicherungsösen. Im Gepäckraum befindet sich weiterhin eine wasserdichte und bruchfeste LED-Taschenlampe, direkt daneben lassen sich elektrische Geräte über eine 12-Volt-Steckdose und zwei USB-Anschlüsse verbinden und aufladen. Hilfreich ist auch, dass sich die Heckklappe elektrisch öffnen und schließen lässt; dafür genügt eine Fußbewegung unter dem hinteren Stoßfänger.

Die Sensorsteuerung ist Teil des schlüssellosen elektronischen Zugangssystems, das im Editionsmodell zur Serienausstattung gehört und beleuchtete Türgriffe und Bodenleuchten beinhaltet. Das elektrisch bedienbare Laderaumrollo schützt das im Kofferraum verstaute Gepäck vor neugierigen Blicken, während das LED-Licht, das in die Innenseite der Heckklappe integriert ist, das Be- und Entladen bei Dunkelheit erleichtert.

Allradantrieb und Achtgangautomatik

In unserem Testwagen arbeitete ein 2,0-Liter-Benzinmotor mit Kompressor- und Turboaufladung. Der Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer hat 228 kW/310 PS und ein Drehmoment von bis zu 400 Newtonmetern. Dieses steht bei einer Drehzahl von 2.200 bis 5.100 pro Minute zur Verfügung. Unterhalb von 3.500 Umdrehungen pro Minute versorgt der Kompressor den Turbolader mit Luft. Sobald dieser bei höheren Drehzahlen selbstständig Ladedruck aufbaut, wird der Kompressor ausgekuppelt. Angetrieben wird der Volvo V90 Cross Country T6 AWD serienmäßig an allen vier Rädern. Inklusive ist auch eine Achtgangautomatik sowie ein Start-Stopp-System.

Je nach Fahrsituation verteilt das elektronisch gesteuerte Allradsystem die Motorleistung auf beide Achsen. Der Fahrer kann die Fahreigenschaften jedoch den persönlichen Vorlieben oder den aktuellen Straßenbedingungen anpassen. Dafür verfügt das Auto über verschiedene Fahrmodi. Neben den programmierten Modi Eco, Comfort und Dynamic sowie einem individuell konfigurierbaren Programm ist im Cross-Country-Modell zusätzlich ein Offroad-Modus vorhanden. Je nach gewähltem Modus ändert sich die Optik der digitalen Instrumentenanzeige, je nach Fahrweise verändert sich auch der Kraftstoffverbrauch. Der Durchschnittsverbrauch soll laut Herstellerangaben bei 7,8 Litern auf 100 Kilometern liegen. Die Realität ist eine andere (siehe Bildergalerie).

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Fazit: Während die Hochseeregatta in mehreren Monaten und Etappen zu Wasser um die Welt führt, waren wir mit dem V90 Cross Country Ocean Race ausschließlich auf deutschen Straßen unterwegs. Leider hatten wir nicht das Vergnügen, mit dem Auto direkt an den Strand oder in die Berge zu fahren. Wir könnten uns jedoch sehr gut vorstellen, mit dem Wagen einmal um die Welt zu fahren. Antrieb, Fahrwerk, Komfort, Platzverhältnisse im Innenraum und Kofferraum gepaart mit vielen kleinen Annehmlichkeiten und einem sensationellen Soundsystem – der V90 Cross Country Ocean Race ist in vielerlei Dingen ein automobiler Hochgenuss.

Dreimal fehlte der Durchblick

Auf unseren Testfahrten fehlte uns nur an drei Stellen der allumfassende Durchblick. Einmal versagte das Navigationssystem und hätte uns beinahe völlig konfus nach Hause geführt. So etwas kann passieren – gut, wenn da der Fahrer noch weiß, wo es langgeht.

Das zweite Durchblicksproblem hängt mit den schicken großen Außenspiegel zusammen. Diese verschaffen zwar beidseitig einen klasse Rückblick. Durch ihre zurückversetzte Montage fehlt jedoch in manchen Situationen, z. B. beim Einfahren in einen Kreisverkehr, der Seitenscheiben-Durchblick – das kann gefährlich werden.

Und zu guter Letzt reichen 14 Tage einfach nicht aus, um den vollen Durchblick in Sachen Touchscreen mit all seinen Möglichkeiten und den damit verbundenen Funktionen zu bekommen. Aber das wäre dann ja ein weiterer guter Grund, mit dem Volvo V90 Cross Country Ocean Race auf Weltreise zu gehen.

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Über den Autor

 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«