»kfz-betrieb«-Autocheck: Peugeot 5008 THP 165

Der Peugeot 5008 hat sich vom Van zum SUV gewandelt, ist aber ein Familienauto geblieben. Mit dem starken Ottomotor läuft er betont komfortabel.

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Peugeot 5008: der Sport Utility Van.
Peugeot 5008: der Sport Utility Van.
(Bild: Jan Rosenow)

Jeder vierte in Europa verkaufte Neuwagen ist ein SUV, betonte Peugeot bei der Vorstellung des neuen 5008 vor einem Jahr – klar, dass die wiedererstarkte Löwenmarke an diesem Marktsegment teilhaben will und muss. Und so entwickelten die Franzosen als Nachfolger des Familienvans 5008 kurzerhand ein SUV. Doch die Verwandlung macht sich vor allem am Außendesign fest: Innen ist der Peugeot ein geräumiges und bequemes Familienauto geblieben. Vielleicht sollte man für solche Autos einfach eine neue Fahrzeugklasse definieren: den Sport Utility Van, kurz SUVan.

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Der 5008 ist der größere Bruder des 3008 und unterscheidet sich von diesem durch einen deutlich längeren Radstand (2.840 Millimeter) und die um 194 auf 4.640 Millimeter gewachsene Außenlänge. Damit ist der relativ flach gebaute SUV immer noch innenstadttauglich, bietet aber bis zu sieben Personen Platz.

Von innen wirkt der Wagen sogar noch länger: Der Blick in den Rückspiegel in Richtung der weit entfernten Heckscheibe wirkt fast wie eine optische Täuschung in einem Spiegelkabinett.

Das I-Cockpit hat seinen eigenen Charme

Wie alle neueren Peugeot-Modelle besitzt der 5008 das so genannte I-Cockpit mit den typischen, hoch angeordneten Instrumenten und dem kleinen, abgeflachten Lenkrad. Zur stattlichen und seriösen Erscheinung des Fünftürers mag dies zwar nicht mehr ganz passen, doch Spaß macht das Fahren damit unbedingt.

Der große Touchscreen, mit dem sich alle Funktionen bedienen lassen, reagiert zwar nach wie vor etwas langsam, allerdings wird die Bedienung nun durch sechs Kippschalter erleichtert, die Zugriff auf die wichtigsten Features geben – etwa Klimaanlage, Entertainment oder Navigation.

Variables Innenraumkonzept wie bei einem Van

Während Fahrer und Beifahrer in der ersten Reihe wuchtige, sehr bequeme Fauteuils vorfinden, stehen in der zweiten Reihe drei Einzelsitze bereit. Diese sind für erwachsene Personen etwas zu klein ausgefallen, lassen sich dafür aber einzeln verstellen und umklappen. Die Plätze Nummer sechs und sieben ganz hinten lassen sich sogar ausbauen und auch nachrüsten, falls der Vorbesitzer sie nicht bestellt hat.

Der Testwagen war, ungewöhnlich für die Fahrzeugklasse, mit einem Ottomotor ausgestattet. Der 1,6-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung leistet 121 kW/165 PS und treibt den 5008 sanft, aber nachdrücklich voran. Dabei unterstützt ihn die schnell und gediegen schaltende Wandlerautomatik mit sechs Gängen, die gut zur komfortablen Gesamtauslegung passt.

Klar: Auf schnellen Autobahnetappen steigt der Verbrauch über zehn Liter an; wer den Gasfuß aber leicht hält, der kann auch mit acht Litern 100 Kilometer weit kommen. Hält man dem Benziner noch seine geringeren Schadstoffemissionen und seinen hohen Geräuschkomfort zugute, dann ist er vor allem auf Kurzstrecken und bei überwiegendem Einsatz im urbanen Gebiet allemal eine Überlegung wert.

Ami-Cruiser à la francaise

Und Spaß macht es erst recht, das üppige Drehmoment auf die Automatik loszulassen und durch die Stadt zu cruisen wie mit einem klassischen amerikanischen Geländewagen – wobei der Ellbogen natürlich aus dem offenen Fenster schauen muss!

Dieses Gefühl, einen großen, lässigen Wagen zu steuern, ohne dass man sich in Sachen Format und Verbrauch allzu weit aus der Kompaktklasse entfernt, hat Peugeot wirklich gut hingekriegt. Mit seinem schicken Design, dem eigenständigen Cockpit und dem praktischen Innenraumkonzept ist er in seiner Klasse absolut konkurrenzfähig und liefert zudem noch eine Extraportion französisches Flair, das die konkurrierenden Musterschüler wie der Skoda Kodiaq eben nicht zu bieten haben. À la bonne heure!

Der Grundpreis der Baureihe 5008 liegt bei 24.650 Euro. Die getestete Variante THP 165 GT-Line startet bei 35.800 Euro.

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