Kfz-Betriebe haben viel Energiesparpotenzial

Autor / Redakteur: Timo Schulz / Christoph Baeuchle

Mit den richtigen Maßnahmen können Kfz-Betriebe ihre Energiekosten deutlich senken. Experte Erich Koller erläuterte den Mitgliedern der Kfz-Innung Melsungen, auf was zu achten ist.

Energieexperte Erich Koller.
Energieexperte Erich Koller.
(Foto: privat)

Viele Kfz-Betriebe können ihre Energiekosten stark senken. Bei älteren Autohäusern könnten insgesamt bis zu 50 Prozent der Energiekosten eingespart werden, erläuterte Energieexperte Erich Koller vom Ing.-Büro für Energie- und Liegenschafts-Effizienz aus Maxhütte-Haidhof im Rahmen der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Melsungen.

„Viele Autohäuser sind so alt wie ihre Besitzer. Oft ist der Betrieb nach und nach vergrößert worden, um den neuen Bedürfnissen zu entsprechen. Energieeffizienz bleibt dabei häufig auf der Strecke“, erläuterte Koller. Die Schlussfolgerung, dass ältere Autohäuser und Werkstätten per se einen höheren Verbrauch als neuere Autohäuser haben, sei aber falsch. Auch neuere Autohäuser können Energiefresser und damit unwirtschaftlich sein. „Ein genauerer Blick auf den Verbrauch von Strom, Gas, Öl und Wasser lohnt sich für alle Betriebe“, betont der Energieexperte. Hier werde oft leichtfertig eine bessere Rendite verspielt.

Für ihr 50-jähriges Betriebsjubiläum wurde das Autohaus Bachmann ausgezeichnet: (v.li.) Andreas Rietschle, Rudi Hupfeld, Jochen Brüne, Carsten Bachmann, Angelo Döring, Joachim Mücke und Dietmar Jung.
Für ihr 50-jähriges Betriebsjubiläum wurde das Autohaus Bachmann ausgezeichnet: (v.li.) Andreas Rietschle, Rudi Hupfeld, Jochen Brüne, Carsten Bachmann, Angelo Döring, Joachim Mücke und Dietmar Jung.
(Foto: Scholz)
Gespart werden kann an vielen Dingen: am Werkstatt-Tor, am stark frequentierten Eingangsbereich, an der Beleuchtung der Ausstellungs- und Werkhalle oder am Wasserverbrauch der Waschstraße. Koller empfahl, nicht alle Maßnahmen auf einmal durchzuführen, sondern ein abgestimmtes Energiekonzept schrittweise umzusetzen. „Das kann ganz einfach mit dem Austausch der Glühbirnen durch LED-Leuchten beginnen.“ Das Bafa-Programm „Systematische Optimierung“ mache die Sanierung derzeit attraktiv.

Professionell begleitet entstehen immer mehr Einspareffekte. Die Amortisierung sollte so kurz wie möglich sein. Investitionen, die sich erst in 20 Jahren bezahlt machen, sind nicht nützlich. In vielen Fällen sei das Umrüsten auf Gas und der Einsatz von Blockheizkraftwerken (BHKW) sinnvoll.

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