Neu- und Gebrauchtwagen Konsumzurückhaltung in Handel und Werkstatt ist unübersehbar

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Lebenshaltungskosten hoch, E-Prämie weg und lange Lieferzeiten – der Automobilhandel wird gerade von äußeren Einflüssen schwer belastet. Eine »kfz-betrieb«-Umfrage dokumentiert das Ausmaß. Vor allem eine Käufergruppe bricht weg – und eine Antriebsart.

Das Pkw-Geschäft ist nur ganz schwer einzuschätzen. Derzeit bricht das Privatkundengeschäft weg. Aber auch im Service wird es schwieriger.(Bild:  Grimm – »kfz-betrieb«)
Das Pkw-Geschäft ist nur ganz schwer einzuschätzen. Derzeit bricht das Privatkundengeschäft weg. Aber auch im Service wird es schwieriger.
(Bild: Grimm – »kfz-betrieb«)

Die anhaltende Krisenlage, steigende Lebenshaltungskosten, aber auch die neu gestalteten E-Auto-Förderungen werden in der Kfz-Branche zunehmend spürbar. Kaufzurückhaltung oder Stornierungen sind die Folge, wie eine Online-Befragung der Redaktion »kfz-betrieb« zusammen mit Vogel Research, der Markt- und Meinungsforschungssparte der Vogel Communications Group*, ergeben hat. Gleichzeitig sinkt im Werkstattgeschäft die Ausgabenbereitschaft der Autofahrer.

Nur wenige Wochen nach dem Jahresstart sind die Erwartungen der Kfz-Branche für das Gesamtjahr bereits getrübt. Überwiegend rechnen die 214 Teilnehmer der Befragung – trotz des niedrigen Absatzniveaus von 2022 und entgegen den Prognosen der Verbände – im laufenden Jahr mit sinkenden Verkaufszahlen. Fast einhellig erwarten die Neuwagenhändler diesen Rückgang (85 %). Nur graduell positiver sind die Erwartungen im Gebrauchtwagengeschäft, das immer noch 69 Prozent als rückläufig einstufen. Nur fünf bzw. neun Prozent erwarten steigende Absatzzahlen.