Marktentwicklung Rückgang im Kfz-Handel und Zuwächse in Werkstätten

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Kfz-Branche steht unter Druck. Zu diesem Ergebnis kommt auch die aktuelle Bilanz des Bundesamtes für Statistik. Die Bilanz zeigt außerdem, dass fast alle Haushalte mindestens ein Auto haben.

Von der Kaufzurückhaltung der Autokunden profitieren die Werkstätten. Das blieb auch 2024 so, ermittelte das Statistische Bundesamt.(Bild:  ProMotor)
Von der Kaufzurückhaltung der Autokunden profitieren die Werkstätten. Das blieb auch 2024 so, ermittelte das Statistische Bundesamt.
(Bild: ProMotor)

Der Kfz-Handel in Deutschland verzeichnete von Januar bis September 2024 einen realen Umsatzrückgang von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kfz-Werkstätten hingegen konnten in dem Zeitraum ein Umsatzplus von 2,5 Prozent erzielen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilt.

Zurückhaltung beim Autokauf

Als eine Ursache für die unterschiedliche Entwicklung der beiden Geschäftsfelder des Kfz-Gewerbes gilt die Zurückhaltung der Verbraucher beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen. Zudem lief im Dezember 2023 die staatliche Kaufprämie für Elektrofahrzeuge aus. Dies führte laut Statistischem Bundesamt zu einem Rückgang im Autohandel von 0,4 Prozent und Umsatzeinbußen von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Umsätze unter Corona-Niveau

In der ersten Jahreshälfte lagen die Umsätze sowohl im Handel mit Kraftwagen als auch in der Instandhaltung und Reparatur preisbereinigt unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Während der Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör in den ersten neun Monaten eine Steigerung von 3,1 Prozent im Vergleich zu 2019 verzeichnen konnte, blieben die anderen Bereiche hinter den Werten von vor der Pandemie zurück.

Die Zahl der Beschäftigten steigt nur im Handel

Die Beschäftigtenzahl im Kfz-Handel stieg laut der Statistik in den ersten drei Quartalen 2024 um 3,2 Prozent, während die Kfz-Werkstätten einen Zuwachs von 2,5 Prozent verzeichneten. Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau gab es im Handel 2,0 Prozent mehr Beschäftigte, während die Werkstätten 1,0 Prozent weniger Beschäftigte aufwiesen.

Einbruch bei Elektrofahrzeugen

Von Januar bis Oktober 2024 wurden in Deutschland rund 2,35 Millionen Neuwagen zugelassen, was einen Rückgang von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darstellt. Die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos fiel drastisch um 26,6 Prozent auf 312.000 Fahrzeuge. Der Anteil dieser Fahrzeuge sank von 18 Prozent im Jahr 2023 auf 13,3 Prozent in den ersten zehn Monaten des Jahres 2024.

Die meisten Haushalte besitzen mindestens ein Auto

Trotz der Umsatzrückgänge bleibt Deutschland ein Autoland. Laut Statistik besaßen im Jahr 2022 etwa 78 Prozent der Haushalte mindestens einen Pkw. Im Durchschnitt gab es auf 100 Haushalte mehr als 109 Autos. Davon waren 64 gebraucht, 39 neu und 6 geleast.

(ID:50255336)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung