Neujahrsgipfel von ZDK/BIV Kfz-Gewerbe ehrt erstmals Nachwuchs-Talente

Von Doris S. Pfaff 3 min Lesedauer

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Beim vierten Neujahrsgipfel des Kfz-Gewerbes in Berlin stellten die Veranstalter ZDK und ZVK klare Forderungen an die Politik. Unter dem Applaus der rund 1.000 Teilnehmer verlieh das Kfz-Gewerbe erstmals einen Award an seine Nachwuchskräfte.

Volles Haus beim Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe: Der ZDK hatte in den Gasometer Berlin zum Neujahrsempfang geladen.(Bild:  Zietz – VCG)
Volles Haus beim Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe: Der ZDK hatte in den Gasometer Berlin zum Neujahrsempfang geladen.
(Bild: Zietz – VCG)

Mit einem Zeichen der Geschlossenheit starteten der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Bundesinnungsverband (BIV/ZVK) am 27. Januar 2026 in Berlin in das neue Jahr. Beim inzwischen vierten Neujahrsgipfel des Kfz-Gewerbes, der wieder im Gasometer auf dem Euref-Campus in Berlin stattfand, begrüßte das Kfz-Gewerbe rund 1.000 Gäste aus der Politik und der Automobilbranche. Im Anschluss an den aktuellen DAT-Branchenreport bot die Veranstaltung einen Abend mit spannenden Impulsen und Überraschungen.

Kfz-Gewerbe fordert für die E-Mobilität Verlässlichkeit

ZDK-Präsident Thomas Peckruhn und Jeffrey Kilian aus dem BIV-Vorstand eröffneten als Gastgeber gemeinsam die Veranstaltung und stellten klar: 2026 muss das Jahr der Verlässlichkeit für die Mobilität werden und die Politik liefern. Beide betonten die enge Verzahnung von Handel und Handwerk als Basis der Branche. Peckruhn stellte klar, dass das Kfz-Gewerbe „mit Tatkraft und Verantwortung“ ins Jahr 2026 gehe. Priorität habe die wirtschaftliche Stabilität der mittelständischen Betriebe – durch Technologieoffenheit, handwerksgerechte Regulierung und gezielte Fachkräftesicherung. Kilian ergänzte, entscheidend sei eine starke Stimme gegenüber der Politik, insbesondere mit Blick auf Ausbildung, Digitalisierung und die Zukunft der Freien Werkstätten. Trotz der strukturellen Trennung der Geschäftsstellen wollen ZDK und BIV sich weiter eng abstimmen, so die Botschaft.

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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder richtete Grüße von Bundeskanzler Friedrich Merz aus und zollte nicht nur der Veranstaltung großen Respekt. Das Auto sei als Verkehrsmittel Nummer eins unverzichtbar für die Menschen. Das müsse die Politik akzeptieren auf ihrem Weg, die Klimaziele zu erreichen. Der Minister skizzierte in seiner Rede seine politische Agenda für 2026: Planungsbeschleunigung im Ladeinfrastrukturausbau, unter anderem durch ein Förderprogramm für Verbraucher, Förderung technologieoffener Antriebe und verlässliche Rahmenbedingungen für den Mittelstand.

Diskussion mit Bundesverkehrsminister über Weichenstellung

Im Anschluss diskutierten Schnieder, Thomas Peckruhn, Imelda Labbé (VDIK) und Hildegard Müller (VDA) über die industrie- und verkehrspolitischen Weichenstellungen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Wertschöpfung, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten von Transformation und Kostendruck sichern lassen. Die Vertreter des Kfz-Gewerbes und die beiden Präsidentinnen forderten gezielte Entlastung für kleine und mittlere Betriebe sowie eine stärkere Beteiligung in politischen Entscheidungsprozessen. Vor allem sei jedoch die Umsetzung aller vom Bundesverkehrsminister genannten Maßnahmen wichtig. Zudem müsse die Antragstellung der neuen E-Prämie viel schneller kommen.

Unter dem Motto „Schrauben an der Zukunft“ schloss sich eine zweite Diskussionsrunde zu Digitalisierung, KI und Fachkräftemangel in Autohäusern und Kfz-Werkstätten an. Petra Wieseler, Jeffrey Kilian, Tessa Cramer-Biermann und Belinda Erkner sprachen über ihre Wege zur Nachwuchsförderung und zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität. Im Fokus: Entwicklungschancen für junge Menschen, vor allem auch Frauen und neue Ansätze in Ausbildung, Patenschaften und Wertschätzung. „Unsere Branche wandelt sich – mit starken Frauen, jungen Talenten und innovativen Technologien. Wer heute investiert, sichert die Mobilität von morgen“, so Peckruhn.

Erstmals eigenen Nachwuchs-Award verliehen

Höhepunkt und Abschluss war die erstmalige Verleihung des ZDK-Nachwuchstalentpreises. Ausgezeichnet wurden Hannes Wirsing (bester Kfz-Mechatroniker, Deutsche Meisterschaft 2025), Miriam Dickmann (Top 10 Euro Skills 2025) und Johannes Renner (Silbermedaillen-Gewinner Euro Skills 2025). Das Publikum würdigte die jungen Preisträger und Fachkräfte mit langem Applaus – ein starkes Signal für den Nachwuchs im Handwerk – und nutzte im Anschluss das kulinarische Angebot und das Musikprogramm zur Unterhaltung und zum Netzwerken.

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