Kfz-Gewerbe NRW wählt neue operative Spitze

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Die Mitglieder des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen haben eine neue Führungsspitze. Marcus Büttner (li.) amtiert künftig als Hauptgeschäftsführer und Klemens Hellenbrand als Geschäftsführer.

Neues Geschäftsführer-Duo des Kfz-Gewerbes NRW: Marcus Büttner (li.) ist Hauptgeschäftsführer und Klemens Hellenbrand neuer Geschäftsführer.
Neues Geschäftsführer-Duo des Kfz-Gewerbes NRW: Marcus Büttner (li.) ist Hauptgeschäftsführer und Klemens Hellenbrand neuer Geschäftsführer.
(Foto: Baeuchle)

Das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen hat eine neue operative Führungsspitze. Die Mitglieder des Landesverbandes wählten am Freitag einstimmig auf ihrer Versammlung in Düsseldorf Marcus Büttner zum neuen Hauptgeschäftsführer. Er tritt die Nachfolge von Dieter Paust an, der in die passive Phase der Altersteilzeit wechselt.

Zum Geschäftsführer des Landesverbandes wählten die Mitglieder einstimmig Klemens Hellenbrand. Der 49-Jährige ist künftig für die Bereiche Technik und Bildung verantwortlich. „Wir sind optimistisch, dass wir ein tolles neues Team haben“, sagte der Präsident des Landesverbands, Frank Mund. „Wir werden weiter Gas geben, um als Dienstleister für die Mitglieder da zu sein.“

Die neue Führungsspitze des Kfz-Gewerbes NRW bilden (v.li.) Bruno Kemper (Vizepräsident), Klemens Hellenbrand (Geschäftsführer), Marcus Büttner (Hauptgeschäftsführer), Frank Mund (Präsident) und Wilhelm Hülsdonk (Vorstandsmitglied).
Die neue Führungsspitze des Kfz-Gewerbes NRW bilden (v.li.) Bruno Kemper (Vizepräsident), Klemens Hellenbrand (Geschäftsführer), Marcus Büttner (Hauptgeschäftsführer), Frank Mund (Präsident) und Wilhelm Hülsdonk (Vorstandsmitglied).
(Foto: Baeuchle)

Büttner ist im Kfz-Gewerbe seit Jahren verwurzelt: 2002 kam er zum Landesverband, drei Jahre später rückte er zum Geschäftsführer auf. „Nach 14 Jahren hat man beim Verband ja schon beinahe eine Inventarnummer“, schmunzelt der Vater eines 12-jährigen Sohnes. Vor seinem Wechsel zum Verband sammelte der 48-jährige Jurist Erfahrungen bei der Justiz, der Treuhand sowie einer Kreishandwerkerschaft.

Klemens Hellenbrand kommt von der Adam Opel AG. Er übernimmt in der Geschäftsführung des Landesverbandes die Verantwortung für die Bereiche Technik und Bildung. Hier sammelte der gelernte Werkzeugmacher und studierte Maschinenbauer bereits Erfahrungen beim Rüsselsheimer Autobauer. Die vergangenen 21 Jahre war der 49-jährige Vater zweier Söhne in verschiedenen Positionen bei Opel tätig, darunter auch drei Jahre in Zürich.

Auf das neue Führungsduo warten diverse Aufgaben, darunter der Umzug nach Hilden. Hier plant der Landesverband den Bau einer neuen Immobilie. „Bislang läuft alles nach Plan“, sagte Präsident Mund. Die Anträge bei der Stadt Hilden seien gestellt. Ob die Gründungsarbeiten noch im laufenden Jahr oder im Frühjahr 2016 begonnen werden, ließ Mund offen. „Wir machen das in Ruhe und halten lieber den Kostenplan ein.“ Dafür sei eine detaillierte Leistungsbeschreibung erstellt worden.

Marktanalyse durch Präsident Frank Mund

Auch für die weitere Entwicklung der Branche zeigte sich Mund optimistisch. Wider die Prognosen zahlreiche Experten hätten sich die Neuzulassungen positiv entwickelt und würden zum Jahresende voraussichtlich die Drei-Millionen-Grenze knacken. Davon profitieren nach Ansicht des Präsidenten jedoch in erster Linie die Hersteller mit hohen Renditen.

Weniger gut sieht es bei den Kfz-Betrieben aus. „Die Umsatzrendite liegt bei rund einem Prozent“, sagte Mund. Zahlreiche Betriebe liegen folglich unter diesem Durchschnitt. Einen Grund dafür sieht Mund in den zahlreichen Eigenzulassungen.

Damit rückt der Service aus Sicht des Präsidenten noch stärker in den Fokus. Große Autohäuser und freie Werkstätten sind im Vorteil. „Die kleineren, markengebundenen Werkstätten geraten stärker unter Druck“, bedauert Mund. Und zwar von verschiedenen Seiten: Markt-, Investitions- und Herstellerdruck. Neben der aktuellen Marktentwicklung griff Mund die Zukunft der technischen Fahrzeugüberwachung sowie deren Neugestaltung und die derzeit in Nordrhein-Westfalen laufenden Tarifverhandlungen auf.

(ID:43696478)