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KI und ihre Folgen für die Arbeitswelt
Wenn sich die Menschen ändern, hat das logischerweise Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Welche das sein können, beschrieb der Podcaster Frank Eilers in einem Referat. Technologische Entwicklungen wie Vernetzung und Künstliche Intelligenz (KI) würden dazu führen, dass sich wiederholende Arbeiten von Maschinen übernommen würden, so Eilers. „Wir Menschen übernehmen dann das Wesentliche, nämlich das Kreative.“
Doch wenn ein Unternehmen kreative Mitarbeiter benötige, müssten die Führungskräfte auch die Haltung gegenüber ihren Beschäftigten auf den Prüfstand stellen. Wer den Mitarbeitern unterstelle, sie wären faul, und sie deshalb in ein enges Korsett von Vorschriften zwänge, bekomme eine passive Belegschaft, die keinerlei Initiativen entwickle. Wer dagegen davon ausgehe, dass die Beschäftigten arbeiten und im Sinne des Unternehmens handeln wollen und ihnen Spielräume gebe, werde mit Engagement und Kreativität belohnt.
Dass digitale Technologien weder als Sündenbock für alle Missstände in Gesellschaft und Bildung verantwortlich sind noch als Wundermittel sämtliche Probleme lösen können, verdeutlichte Prof. Thomas Strasser im Abschlussvortrag. „Die Digitalisierung will und kann die Lehrer und Ausbilder nicht ersetzen, sondern sie fit für die Zukunft machen“, betonte der Didaktiker. Denn auch die besten Tools nützen nichts, wenn sie nicht kompetent vermittelt und angewandt werden.
Die technologischen Entwicklungen würden bei vielen Lehrenden Ängste auslösen, da sie sich in diesem Bereich ihren Schülern unterlegen fühlen. Dennoch sei es wichtig, aktiv auf neue Phänomene zuzugehen und sie mit den bewährten Methoden zu verknüpfen. Das Ergebnis sei „Blended Learning“, bei dem unterschiedliche Technologien und Methoden gut nebeneinander existieren und sich ergänzen können.
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