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Kfz-Gewerbe will Berufsbildung auf ein neues Level heben

| Autor: Johannes Büttner

Rund 250 Gäste besuchten den zweiten „Treffpunkt Berufsbildung“ des Kfz-Gewerbes. Sie konnten viele Informationen rund um die Generation Z und die Digitalisierung der Ausbildung mit nach Hause nehmen.

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ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens konnte rund 250 Teilnehmer zum zweiten Treffpunkt Berufsbildung begrüßen.
ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens konnte rund 250 Teilnehmer zum zweiten Treffpunkt Berufsbildung begrüßen.
(Bild: Schmidt/»kfz-betrieb«)

Die Ausbildung im Kfz-Gewerbe ist gut, und trotzdem muss man sie über kurz oder lang auf ein neues Level heben. Das wurde auf dem zweiten Treffpunkt Berufsbildung klar, zu dem der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) Ende Oktober nach Fulda eingeladen hatte. Unter dem Motto „Level up!“ kamen rund 250 Ausbildungsprofis aus Betrieben, Schulen und Verbänden zusammen, um sich in Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops mit der Zukunft der Ausbildung auseinanderzusetzen.

Das Thema Berufsbildung sei quasi in der DNA des Verbandes verankert, erklärte ZDK-Vize und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk zur Motivation, einen solchen Kongress zu veranstalten. Außerdem sei es immer gut, über den Tellerrand zu schauen, in die Zukunft zu blicken und Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen, ergänzte die für Berufsbildung zuständige ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens.

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Im Mittelpunkt des Programms stand die Beschäftigung mit der Generation der aktuellen und künftigen Auszubildenden, der sogenannten „Generation Z“. Diese nach 1996 geborenen Menschen zeichnen sich nach den Worten der ersten Rednerin, der Generationenforscherin Dr. Steffi Burkhart, vor allem dadurch aus, dass sie total im Digitalen leben und von dort aus auf die analoge Welt blicken. „Die jungen Leute haben die Deutungshoheit über das wichtigste Massenmedium der Gegenwart – das Internet – und sind Treiber von Innovationen“, so Burkhart.

Kreativität statt Faktenwissen

Die Forscherin bestätigte, was viele Ausbilder in der Praxis erleben: Die Jugendlichen ließen sich nicht lange bei der Stange halten und wollten keine langen Texte lesen. Dementsprechend müsse sich die Didaktik verändern, Wissen und Fähigkeiten über Erfahrungen statt über theoretische Lektionen vermittelt werden. Zudem seien in Zukunft ohnehin Kreativität und soziale Skills viel mehr gefragt als reines Faktenwissen.

In einer Talkrunde erläuterten dann der Didaktik-Professor Thomas Strasser sowie die beiden Ausbilder Petra Bechtel und Dominik Dedio vom Autoberufe-Award-Gewinner Autohaus Kunzmann, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Ausbildung im Betrieb hat. Ihr Fazit lautete, die Ausbilder müssten auf die Nachwuchskräfte zu- und eingehen, ihnen Freiraum und Eigenverantwortung geben und ihre Rückmeldungen ernst nehmen.

Das bestätigten die Vertreter der Generation, über die im Vorfeld schon so viel gesprochen wurde. In einem Workshop erklärten acht Kfz-Azubis, was sie von ihrem Wunschausbilder erwarten. Neben Fachkompetenz, Ehrlichkeit und Verständnis wünschen sie sich, verantwortungsvolle Aufgaben übertragen zu bekommen sowie ein offenes Ohr für ihre Vorschläge.

Kfz-Betriebe sollten sich nach Eingang einer Bewerbung auch nicht mehr allzu viel Zeit lassen, wenn sie einen geeigneten Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen wollen. Denn 75 Prozent der Bewerber können heute aus mehr als einem Ausbildungsplatzangebot auswählen. Das erläuterte Felicia Ullrich, Geschäftsführerin des U-Form Verlages, in ihrem Workshop zum Thema „Azubi-Recruiting in Zeiten von Mobile und Social Media“.

Andere Arbeitskreise befassten sich mit der Digitalisierung in der Berufsausbildung bei den Automobilherstellern sowie dem spielerischen Lernen in virtuellen Welten.

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