Umfrage Finanzdienstleistungen Es gibt noch viel ungenutztes Potenzial

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 5 min Lesedauer

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Eine aktuelle Befragung im Rahmen des Branchenindex zeigt: Während Autohäuser bei Finanzierungslösungen für Werkstattkunden bereits deutlich weiter sind als freie Servicebetriebe, bleibt der tatsächliche Umsatzanteil in beiden Lagern erstaunlich klein.

Kfz-Betriebe müssen heute eine Vielzahl an Zahlungsoptionen anbieten. Hinzu kommen Finanzdienstleistungen und Versicherungen.(Bild:  KI-generiert)
Kfz-Betriebe müssen heute eine Vielzahl an Zahlungsoptionen anbieten. Hinzu kommen Finanzdienstleistungen und Versicherungen.
(Bild: KI-generiert)

Die neue BIX-Erhebung von »kfz-betrieb« und Wolk Nikolic BBE hat untersucht, wie deutsche Autohäuser und freie Werkstätten mit dem Thema Finanzdienstleistungen im Servicegeschäft umgehen. Gut ein Drittel der Autohäuser (35 %) bietet seinen Kunden bereits an, Service- und Reparaturrechnungen zu finanzieren oder in Raten zu begleichen. Bei den freien Servicebetrieben sind es dagegen nur 18 Prozent.

Das überrascht wenig, denn Autohäuser profitieren von etablierten Strukturen: Bei 78 Prozent der Autohäuser läuft die Finanzierungslösung über die Herstellerbank beziehungsweise den OEM-Finanzdienstleister. Diese Infrastruktur – vom Vertragswerk bis zur Bonitätsprüfung – existiert in freien Werkstätten schlicht nicht. Dort behelfen sich die Betriebe mehrheitlich mit eigenen, selbst gestrickten Lösungen: 50 Prozent der Servicebetriebe, die überhaupt Finanzierung anbieten, arbeiten mit einem klassischen „Hauskredit“ auf eigene Kappe. Nur 17 Prozent nutzen eine Bank oder Sparkasse, ebenfalls 17 Prozent einen Herstellerpartner.