Investitionen in die Werkstatt Viele freie Betriebe verzichten komplett auf Anschaffungen

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 4 min Lesedauer

Der aktuelle Branchenindex zeigt: Autohäuser stecken deutlich mehr Geld in ihre Werkstattausrüstung als freie Servicebetriebe. Der Abstand hat auch strukturelle Gründe – trotzdem drohen freie Werkstätten bei wichtigen Zukunftsthemen den Anschluss zu verlieren.

Achsmesssysteme standen 2025 bei rund einem Viertel der befragten Betriebe auf dem Einkaufszettel.(Bild:  Rosenow – VCG; mit KI bearbeitet)
Achsmesssysteme standen 2025 bei rund einem Viertel der befragten Betriebe auf dem Einkaufszettel.
(Bild: Rosenow – VCG; mit KI bearbeitet)

Die aktuelle Branchenindex-Umfrage von »kfz-betrieb«, Wolk Nikolic BBE und TÜV Rheinland hat erstmals systematisch untersucht, wie viel Geld Autohäuser und freie Servicebetriebe in ihre Werkstattausrüstung investieren – und wie sich die Ausgabebereitschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird. Befragt wurden je 100 Verantwortliche beider Betriebstypen. Das Ergebnis: ein klares Gefälle zwischen markengebundenen und freien Betrieben, das sich nur zum Teil mit den unterschiedlichen Betriebsgrößen erklären lässt.

Im vergangenen Jahr investierten 42 Prozent der freien Servicebetriebe weniger als 10.000 Euro in ihre Ausrüstung, bei den Autohäusern waren das nur 24 Prozent. Umgekehrt gaben 16 Prozent der Autohäuser mehr als 50.000 Euro aus – bei freien Werkstätten trifft das nur auf 4 Prozent zu. Diese Zahlen wirken zunächst dramatisch, sind aber vor dem Hintergrund der Betriebsstrukturen gut erklärbar.