Gefahren Nissan Leaf: Gelungene Neuauflage des Elektro-Pioniers

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Nach zwei Jahren Pause ist Nissans Elektro-Pionier zurück. In der dritten Generation präsentiert sich der Kompakt-Stromer als stimmiges Gesamtpaket.

Steht aerodynamisch da: Der neue Nissan Leaf.(Bild:  Simon – VCG)
Steht aerodynamisch da: Der neue Nissan Leaf.
(Bild: Simon – VCG)

Der Nissan Leaf leistete ab 2010 Pionierarbeit in Sachen Elektromobilität für die breite Masse. Zum Produktionsende der zweiten Generation 2024 war der japanische Stromer dann jedoch längst nicht mehr State of the Art, unter anderem, weil er noch mit Chademo-Anschluss kam. Er verschwand ohne direkten Nachfolger vom Markt. Jetzt ist der Leaf zurück.

Die dritte Generation läuft im Nissan-Werk im britischen Sunderland vom Band und steht auf der CMF-EV-Plattform, die der Allianz mit Renault entstammt. Auch Nissans Elektro-Flaggschiff Ariya und der Renault Mégane E-Tech nutzen sie als Basis.

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Die ersten Einheiten des Leaf sind jetzt auf dem Weg in den Handel und zu den Kunden. Am 19. September führt Nissan das Fahrzeug mit einem Tag der offenen Tür in den Autohäusern offiziell ein.

Der Leaf kommt mit zwei Antriebsvarianten. Als Einstieg bietet Nissan die Kombination aus einem kleineren 52-kWh-Lithium-Ionen-Akku und einem 130 kW/176 PS-starken Elektromotor an. Den gibt es dann allerdings nur mit der Basis-Ausstattung „Engage“, weshalb Nissan davon ausgeht, dass rund 80 Prozent der Kunden zur stärkeren Version greifen werden: Hier ist ein 75-kWh-Akku und ein 160-kW-/217-PS-Motor an Bord. Bei beiden Antriebsoptionen handelt es sich um Fronttriebler, eine Allradvariante gibt es für den Leaf nicht.

Der Leaf leistet in der dritten Generation keine Pionierarbeit mehr. Dafür stellt Nissan mit dem Kompakt-Stromer ein rundum gelungenes Fahrzeug hin, das für viele Menschen eine passende Option sein dürfte.

Geräumiges Cockpit

Vorne haben Fahrer und Beifahrer sehr geräumige Platzverhältnisse, obwohl die dritte Generation etwas kürzer ist als der Vorgänger. Man findet sich sehr schnell zurecht; alle Bedienknöpfe und Touchflächen sind da, wo man sie intuitiv erwarten würde. Anders als in den anderen Nissan-Modellen sind die Tasten für die Gangwahl, die Rekuperation und den Fahrmodus direkt unter dem Zentraldisplay angebracht. Das sieht zwar etwas schnöde aus, ist aber praktisch, weil man den Blick kaum von der Straße nehmen muss.

Beim Fahren präsentiert sich der Leaf sehr gut abgestimmt. Das Auto reagiert unmittelbar auf das Gaspedal, die Lenkung ist verhältnismäßig direkt, gleichzeitig ist das Auto komfortabel gefedert.

Den kombinierten Verbrauch für die von uns gefahrene Variante mit großer Batterie und Top-Ausstattung gibt Nissan kombiniert mit 13,8 bis 14,7 kWh an. Der Bordcomputer zeigte nach einer Runde, die teils über die Autobahn und durch Ortschaften führte, 16 kWh an, was immer noch ein guter Wert ist.

Die maximale Reichweite beträgt Nissan zufolge nach WLTP maximal 624 Kilometer mit dem großen und 436 Kilometer mit dem kleinen Akku. Eine Wärmepumpe soll dafür sorgen, dass die Reichweite im Winter nicht so stark zusammenschmilzt.

Laden kann der Leaf mit maximal 11 kW Wechselstrom. Schnellladen geht bis 150 kW. In 30 Minuten soll es möglich sein, bis zu 440 Kilometer nachzuladen. Nutzt man das ab der Ausstattung Engage+ serienmäßige Google-Navi des Leaf und wählt dort eine Ladesäule als Ziel, dann wird automatisch die Batterie vorkonditioniert, was das Laden beschleunigt.

Die Preise für den Leaf starten bei 35.950 Euro für die kürzere Reichweite. Mit dem größeren Akku werden mindestens 41.200 Euro fällig. Für die Topausstattung Evolve ruft Nissan 48.000 Euro auf.

Vier Ausstattungen

In der Basisausstattung Engage kommt der Leaf unter anderem mit 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Fern-Vorklimatisierung des Innenraums, zwei 12,3 Zoll großen Displays, 360-Grad-Rundumsicht und drahtloser Smartphone-Anbindung via Android Auto oder Apple Carplay sowie diversen sicherheitsrelevanten Assistenzsystemen bis hin zur Kreuzungsfunktion sowie Querverkehrserkennung hinten.

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Ab der Version Engage+ wachsen Instrumentenanzeige und Touchscreen auf jeweils 14,3 Zoll. Integriert sind dann die Google-Dienste mit EV-Routenplaner und Sprachsteuerung.

In der Ausstattung Advance kommen unter anderem ein Head-up-Display, eine Sitzheizung für die Vordersitze, ein beheizbares Lenkrad, eine Ambientebeleuchtung in 64 Farben, ein adaptiver Fernlicht-Assistent und eine elektrisch öffnende Heckklappe hinzu. Außerdem gibt es ein Panorama-Glasdach, das in mehreen Stufen dimmbar ist.

Der Topausstattung Evolve vorbehalten sind ein Bose-Soundsystem, Kunstledersitze mit Massagefunktion für den Fahrer, 19-Zoll-Leichtmetallräder und ein V2L-Adapter.

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