BV Autoglaser „Fachbetriebe verzeichnen eine stabile Auslastung“

Das Gespräch führte Christian Otto 5 min Lesedauer

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Sabine Jost-Schmitt, zuständig für Verbandsorganisation beim Bundesverband Autoglaser (BVA) blickt zusammen mit ihrem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Martin Klein auf das Berufsbild, die Marktsituation und die neue Veranstaltung CAR360.

Sabine Jost-Schmitt(Bild:  BVAutoglaser)
Sabine Jost-Schmitt
(Bild: BVAutoglaser)

Was sind denn die Meilensteine des Verbandes in den vergangenen Jahren?

Sabine Jost-Schmitt: Vor nahezu 30 Jahren wurde der Bundesverband Autoglaser gegründet. Damals gab es noch keine eigenständige Interessenvertretung für Fahrzeugverglaser und auf Fahrzeugverglasung spezialisierte Fachbetriebe. Moderne Fahrzeugscheiben sind heute integraler Bestandteil von Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen. Neben handwerklichem Können sind daher zunehmend Kenntnisse in Elektronik, Sensortechnik, Kalibrierung und Klebtechnik erforderlich. Bereits vor über 15 Jahren haben wir Fachausschüsse eingerichtet, die sich mit Fahrerassistenzsystemen, Sensortechnik und Kalibrierungsverfahren befassen. Damit hat der Verband auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet. Mit den Grundlagen der Fahrzeugverglasung und den Richtlinien für Scheibenreparatur und Scheibentausch, die der Vorstandsvorsitzende Thomas Klein erstellt hat und die kontinuierlich fortgeschrieben werden, haben wir im Prinzip die theoretische Basis für die Ausübung dieser Tätigkeit gelegt. Diese Leitwerke werden heute von Versicherern und Sachverständigen zitiert und haben sich inzwischen als allgemeingültiger anerkannter Branchenstandard etabliert. Es ist uns über die Jahrzehnte gelungen, ein Netzwerk aus Franchiseorganisationen, Vertriebsorganisationen und freien Fachbetrieben zu etablieren, das von führenden Herstellern, Zulieferern und Schulungsanbietern der Branche unterstützt wird. Wir nehmen inzwischen im Auftrag nahezu aller Handwerkskammern die Sachkundeprüfung auf dem Fachgebiet der Fahrzeugverglasung ab, mit denen Fachkräfte ihre Qualifikation für die Ausübung dieses Handwerks nachweisen können. Die erfolgreich absolvierte Sachkundeprüfung bildet die Grundlage für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach § 8 der Handwerksordnung durch die zuständige Handwerkskammern. Diese Ausnahmebewilligung ermöglicht einen meistergleichen Status und damit die selbstständige Ausübung des Fahrzeugverglaserhandwerks.