Kfz-Innung München-Oberbayern spricht 500 Gesellen frei

Von Holger Zietz

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Niemand Geringeres als der ehemalige, der amtierende und der künftige Ministerpräsident des Freistaates Bayern waren bei der Freisprechung der Kfz-Innung München-Oberbayern. Ex-Staatsminister Erwin Huber lobte die Gesellen und Gesellinnen.

Große Freisprechung in München mit Obermeister Richard Wagner.(Bild:  Kfz-Innung)
Große Freisprechung in München mit Obermeister Richard Wagner.
(Bild: Kfz-Innung)

Hohen Besuch hatte die Kfz-Innung München-Oberbayern bei ihrer Freisprechung von rund 500 Ausbildungsabsolventen. Der ehemalige Staatsminister Erwin Huber lobte in seiner Rede das Innungswesen und die duale Ausbildung, die es in der Form nur in Deutschland, Österreich und Liechtenstein gibt

„Um das duale Ausbildungssystem beneidet uns die ganze Welt. Es ist eine starke Stütze der mittelständischen Wirtschaft“, sagte Huber. Die Absolventen seien der lebende Beweis für die hohe Qualität dieses einmaligen Bildungssystems.

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Das stimmte, wie die Ehrungen zeigten. Die Auszeichnungen für sehr gute Leistungen gingen an Johannes Bösl (Mechatroniker Schwerpunkt Pkw-Technik), Niklas Jung (Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt System- u. Hochvolttechnik), Maximilian Saller (Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Karosserietechnik) und Florian Huber (Kfz-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik). Zahlreiche weitere junge Frauen und Männer überzeugten mit ihrer Leistung.

In seiner Rede griff Obermeister Richard Wagner die aktuellen Diskussionen um Feinstaubbelastungen, Abgaswertemanipulationen und die laute öffentliche Kritik an Verbrennungsmotoren und dem Individualverkehr auf. „Hat das Auto noch eine Zukunft“, lautete seine provokante Frage. Es hat!

Wagner appellierte an die Gesellinnen und Gesellen, in sich und die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Vertrauen sei auch der Schlüssel im Umgang mit Kunden. Und dass Kunden dem Kfz-Gewerbe insgesamt ein hohes Maß an Vertrauen entgegen bringen, müsse sich jeder Betrieb mit hoher Qualität und fairem Umgang täglich aufs Neue erarbeiten.

Der Ausbildung verbunden ist seit Jahrzehnten Karl Burghart, ehemaliger stellvertretender Obermeister der Kfz-Innung München-Oberbayern. Für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz hat ihn nun die Handwerkskammer München und Oberbayern ausgezeichnet. Seit knapp 50 Jahren übernimmt der Seniorchef des Autohaus Burghart ehrenamtliche Verantwortung im oberbayerischen Kfz-Handwerk.

Schon im Alter von 21 Jahren wurde er Mitglied des Zwischen- und Gesellenprüfungsausschusses für die Landkreise Altötting und Mühldorf. Zudem war Burghart Bezirksmeister der Kfz-Innung im Landkreis Altötting, Vorsitzender des regionalen Gesellenprüfungsausschusses und von 1993 bis 2017 Vorstandsmitglied der Kfz-Innung München-Oberbayern. Wie sehr er sich für sein Handwerk engagiert, zeigt, dass er 15 Jahre stellvertretender Obermeister war.

In seine Ära fielen nicht nur zahlreiche wegweisende Projekte der Kfz-Innung, wie die Installation eines hauptberuflichen Berufsbildungsreferenten von hauptberuflichen Außendienstmitarbeitern der Kfz-Innung oder der Start des Ausbildungsprogramms für Abiturienten im Kfz-Handwerk (Abi & Auto). Das „jüngste“ Großprojekt unter seiner Mitverantwortung war die Beteiligung der Kfz-Innung München-Oberbayern an der Entwicklung von Qualifizierungsbausteinen für Elektromobilität im Rahmen des bundesweiten Programms „Schaufenster für Elektromobilität“.

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