Kfz-Innung Schwerin mit neuer Spitze

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Klares Votum der Kfz-Innung Schwerin: Die Mitglieder wählten Thomas Wilk zum neuen Obermeister. Sein Vorgänger Michael Ahrenbeck wurde zum Ehrenobermeister ernannt.

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Führungswechsel bei der Kfz-Innung Schwerin: Obermeister Thomas Wilk (li.) und Ehrenobermeister Michael Ahrenbeck.
Führungswechsel bei der Kfz-Innung Schwerin: Obermeister Thomas Wilk (li.) und Ehrenobermeister Michael Ahrenbeck.
(Foto: Zietz)

Die Mitglieder der Kfz-Innung Schwerin haben auf ihrer Jahresversammlung einen neuen Obermeister gewählt. Thomas Wilk tritt die Nachfolge von Michael Ahrenbeck an, der nach 13 Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl stand.

Wilk übernimmt die Obermeister-Aufgabe in einer Zeit, in der die Autohäuser und Werkstätten auf gute Monate zurückblicken können. „Es lief ganz anständig“, bilanzierte der neue Obermeister für das abgelaufene Jahr. Zur positiven Umsatzentwicklung hat vor allem der Neuwagenabsatz beigetragen. Dieser stieg im vergangenen Jahr um 8 Prozent.

Ähnlich positiv bewertete Wilk auch die Entwicklung der Werkstätten. „Die Auslastung war sowohl bei Markenbetrieben als auch bei freien Werkstätten sehr gut.“ Dazu trägt auch das zunehmende Alter der Gebrauchtwagen bei. Mittlerweile betrage das Durchschnittsalter der Fahrzeuge rund neun Jahre, Tendenz weiter steigend.

Entsprechend hofft der Obermeister, dass die Autohäuser und Werkstätten im laufenden Jahr an die Entwicklung von 2015 anknüpfen können. Der Start ist bereits gelungen. „2016 ist sehr gut angelaufen“, freut sich Wilk. Vieles deute darauf hin, dass sich die guten Verkäufe und die hohe Auslastung in der Region wiederholen würden.

Trotz positiver Entwicklung hat der Obermeister auch einige negative Aspekte ausgemacht. Kritik äußerte Wilk vor allem bei den geringen Gewinnen vieler Betriebe. „Eine Umsatzrendite von 1,4 Prozent reicht nicht aus, um die für die Zukunft notwendigen Investitionen zu stemmen.“ So kommen auf die zahlreiche Betriebe aufgrund technischer Entwicklungen und gesetzlicher Vorgaben neue Ausgaben zu: Neue Fahrerassistenzsysteme erfordern Investitionen in die Messtechnik und neue Richtlinien in die Scheinwerfereinstellplätze.

Neue Spitze in Schwerin: (v.li.) Rainer Schlorf (Präsident Kfz-Gewerbe Mecklenburg-Vorpommern), Thomas Wilk (Obermeister), Michael Ahrenbeck (Ehrenobermeister), Torsten Fetchenheuer (stellv. Obermeister) und Evelyn Berndt (Geschäftsführerin; alle Kfz-Innung Schwerin).
Neue Spitze in Schwerin: (v.li.) Rainer Schlorf (Präsident Kfz-Gewerbe Mecklenburg-Vorpommern), Thomas Wilk (Obermeister), Michael Ahrenbeck (Ehrenobermeister), Torsten Fetchenheuer (stellv. Obermeister) und Evelyn Berndt (Geschäftsführerin; alle Kfz-Innung Schwerin).
(Foto: Zietz)

Wilks Vorgänger Ahrenbeck zog im Rückblick auf seine 13-jährige Amtszeit ein positives Resümee. Es sei ein harmonisches Miteinander gewesen und es habe im „großen und ganzen keinen Streit“ gegeben. Dies gilt nicht nur für die Zusammenarbeit im Rahmen der Verbandsorganisation. Auch im betrieblichen Alltag seien die Kontakte untereinander ausgezeichnet, sodass man sich bei Bedarf gegenseitig aushilft.

Den jahrelangen Einsatz von Ahrenbeck für Innung und Verbandsorganisation lobten die Mitglieder. Sie waren mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Das kommt nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck, dass sie ihn zum Ehrenobermeister ernannten. Auch ohne seinen Bosch-Betrieb, den er jüngst verkauft hat, bleibt er also der Branche treu.

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