Kfz-Tarifabschluss in Baden-Württemberg
Mitarbeiter in Autohäusern und Kfz-Werkstätten in Baden-Württemberg können sich ab August über mehr Geld freuen. Dann steigen die Löhne um 2,9 Prozent. Im November 2018 steigen sie um weitere 2,9 Prozent

Die Tarifgemeinschaft für Betriebe des Kraftfahrzeug- und Tankstellengewerbes Baden-Württemberg und die IG Metall haben sich in der dritten Verhandlungsrunde auf eine zweistufige Entgelterhöhung geeinigt: Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen in einem ersten Schritt ab 1. August 2017 um 2,9 Prozent und in einem zweiten Schritt ab 1. November 2018 um weitere 2,9 Prozent.
Zusätzlich erhalten die 64.000 Beschäftigten der Branche eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro, Auszubildende erhalten 85 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 24 Monate bis 31. Mai 2019. Der Tarifvertrag zur Übernahme der Ausgebildeten wird mit geringfügigen Änderungen ebenfalls fortgesetzt.
„Die Tariferhöhung bewegt sich angesichts der schmalen Renditen unserer Mitglieder mit einer durchschnittlichen jährlichen Belastung von 2,35 Prozent an der äußersten Grenze dessen, was für die Autohäuser und Kfz-Meisterbetriebe gerade noch vertretbar ist“, kommentierte der Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft Carsten Beuß das Verhandlungsergebnis.
Mit der Fortführung des Tarifvertrags zur Übernahme der Ausgebildeten will das Kfz-Gewerbe ein positives Signal der Verlässlichkeit und Planungssicherheit an die jungen Menschen senden. Gleichzeitig haben die Tarifpartner die Regelung weiterentwickelt. Zwar wurde die Übernahmeverpflichtung verbindlicher formuliert, dafür gilt sie künftig nur noch für Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten. Bislang griff sie bereits für Betriebe ab 21 Beschäftigten.
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