Nachhaltigkeitsnachweis Kfz-Verbände launchen Tool für Nachhaltigkeitsberichte

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

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Kleine und mittlere Betriebe sind von EU-Berichtspflichten befreit. Banken und Großkunden fordern trotzdem Nachweise. Ein neues Online-Tool soll den Aufwand minimieren.

V. l. n. r. Torsten Schmidt (Leiter Geschäftsbereich Fahrzeuglackierung BFL), Steven Didssun (Präsident BFL), Julian Eisenhardt (Projektkoordinator BFL), Detlef Peter Grün (Bundesinnungsmeister des Kraftfahrzeughandwerks BIV), Reinhard Beyer (Vorstandsvorsitzender BVdP), Thomas Aukamm (Hauptgeschäftsführer ZKF) (Bild:   Konrad Wenz)
V. l. n. r. Torsten Schmidt (Leiter Geschäftsbereich Fahrzeuglackierung BFL), Steven Didssun (Präsident BFL), Julian Eisenhardt (Projektkoordinator BFL), Detlef Peter Grün (Bundesinnungsmeister des Kraftfahrzeughandwerks BIV), Reinhard Beyer (Vorstandsvorsitzender BVdP), Thomas Aukamm (Hauptgeschäftsführer ZKF)
(Bild: Konrad Wenz)

Betriebe können künftig mit einem neuen Online-Tool Nachhaltigkeitsberichte erstellen. Die Spitzenverbände der Kfz-Instandsetzungsbranche haben den „Zukunfts-Kompass Karosserie-, Lackier- & Fahrzeugtechnik" entwickelt. Das Tool soll Berichte nach VSME, einem vereinfachten EU-Standard für kleine und mittlere Unternehmen, generieren.

Hintergrund sei eine wachsende Nachfrage nach Nachhaltigkeitsinformationen. Große Unternehmen und Banken fordern laut den Verbänden bei Geschäftsbeziehungen oder Kreditvergaben zunehmend entsprechende Auskünfte – auch wenn diese rechtlich nicht berichtspflichtig sind. Die EU-Omnibus-Verordnung begrenzt solche Anfragen auf den Umfang des freiwilligen KMU-Standards VSME.

Das neue Branchentool baut laut Angaben auf dem „Zukunfts-Kompass Handwerk" auf, den die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) entwickelt hat. Als weitere Grundlage dient der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK), eine vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Online-Plattform.

Nutzer erhalten zunächst eine Checkliste mit benötigten Informationen. Nach schrittweiser Eingabe soll das System einen VSME-konformen Bericht generieren. Die Ersterfassung sei aufwendiger, weil alle Daten eingepflegt werden müssten, räumt Reinhard Beyer vom Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP) ein. Jährliche Updates – etwa zu Energieverbrauch oder Emissionen – gingen dann deutlich schneller.

Die Software decke neben klassischen Karosserie- und Lackierbetrieben auch Aufbauhersteller und Nutzfahrzeugwerkstätten ab, betont Arndt Hürter, Präsident des Zentralverbandes Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF). Entwickelt wurde der Zukunfts-Kompass unter dem Dach der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL). Unterstützung bieten die Fachverbände und Handwerkskammern.

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